7. Juli bis 21. Oktober 2018

Wisch und weg: „What is Love? Von Amor bis Tinder“ in der Kunsthalle Bremen zur Liebe im digitalen Zeitalter

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Über Liebe und Körper: von Eylül Aslan bis zu Pierre Mignard.

Ein Wisch und weg. Das ist Liebe im digitalen Zeitalter. Ein Fingerzeig entscheidet, ob uns jemand gefällt oder nicht. Zumindest bei der Dating App Tinder. Und diese ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Kunsthalle Bremen fragt vom 7. Juli bis 21. Oktober in ihrer neuen Ausstellung „What is Love?“ Untertitel: „Von Amor bis Tinder“. nordbuzz hat schonmal reingeschaut und verrät, was Euch erwartet.

Die Kunsthalle öffnet sich – Liebe geht uns alle an

„Die Idee der Ausstellung geht nicht von der Kunst aus, sondern von dem, was alltäglich ist,“ erklärt Kuratorin Jasmin Mickein. Die Kunsthalle hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Haus für die gesamte Gesellschaft zu öffnen, „und was gibt es aktuelleres als die Liebe?“ Ganz wichtig dabei: Kunstverständnis sei nicht notwendig, um die Ausstellung zu begreifen. Das Publikum solle seine eigenen Gedanken spielen lassen.

Die Liebe – ein allgegenwärtiges Gefühl und Thema. Bereits als Dauerbrenner auf dem Schulhof besprechen wir, wer mit wem. Doch wie oft ist die Liebe nur eine Idee, eine Inszenierung? In fünf Kapiteln – Ur-Paare, reale Paare, Selbstliebe, Schönheit und Erotik – betrachtet die neue Sonderausstellung in der Kunsthalle verschiedene Aspekte der Liebe. Ideale, romantische Vorstellungen, Individualität, Selbst-Liebe und Akzeptanz bis hin zu purem Sex. Die Allgegenwart des Themas wird durch die Gegenüberstellung von historischen Werken und zeitgenössischen Arbeiten deutlich.

Erstmals im Museum: Kunst trifft auf Online-Dating 

Aktualität erhält die Ausstellung durch junge Kunstschaffende, die in ihren Arbeiten einen Bezug zum Online-Dating nehmen. Eine Auswahl dieser Werke ist erstmals im Museum zu sehen: Die Künstlerin Eylül Aslan widmet sich in ihren Fotografien Wahrnehmung und Fremdwahrnehmung, Bewertung und somit auch Selbstliebe. 

Tinder in real zeigt der Film der HFK-Studierenden Dacrés, Heins und Weth.

Das Trio Katharina Dacrés, Lena Heins und Jakob Weth führt mit der filmischen Adaption eines realen Tinder-Chats die digitale Konversation ad absurdum. Der Niederländer Dries Verhoeven beschäftigt sich mit dem Einfluss von Online-Dating auf die Liebe im öffentlichen Raum. Tully Arnots Tinder Finger „Lonely Sculpture“ zeigt, wie es ist: Ein Wisch und Weg – völlig gedankenlos.

Tully Arnots „Lonely Sculpture“

„What is love? Von Amor bis Tinder“ regt an, das eigene Liebesverhalten zu reflektieren. Was ist Inszenierung in meinem Liebesleben, was ist echt? Was möchte ich, was habe ich? Die Ausstellung besitzt das Potenzial viele Menschen zu erreichen. Liebe geht uns alle an. 

Auf einen Blick 

  • Was? „What is love? Von Amor bis Tinder“ 
  • Wann? 7. Juli bis 21. Oktober 2018 
  • Wo? Kunsthalle Bremen 

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