Zum Start gibts „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“

Neu im Viertel: Das Apollon Theater bringt frischen Wind in den Bunker an der Lessingstraße

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Apollon Theater Bremen: „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“ feiert am 23. Februar Premiere.

Es tut sich was, im Bunker an der Lessingstraße im Bremer Viertel. Dort, wo das Theater 62 seine Heimat hat, wird künftig ein frischer Wind wehen. Jung soll es werden, jung und zeitgemäß – ab dem 23. Februar. Das ist die Intention von Michael Wrasmann und dem von ihm aus der Taufe gehobenen Apollon Theater. nordbuzz war zu Gast und hat sich im Gebäude und bei einer Probe des Stücks „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“ umgeschaut.

Schnell noch ein paar Schrauben in die Wand gedreht, der Tisch hat noch keine Beine, dafür gibt es jetzt einen Duschvorhang: Dass bei den Proben längst noch nicht alles perfekt ist, liegt in der Natur der Sache. Aber Theatermacher Wrasmann und seine Mitstreiter sind bester Dinge, dass sie zur Premiere der Frank-Pinkus-Komödie „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“ am Freitag, 23. Februar, alles auf die Kette kriegen werden.

„Von Ma(i)l zu Ma(i)l“ feiert am 23. Februar Premiere.

„Im vergangenen Juli haben wir mit dem Aufräumen und dem Umbau im Bunker angefangen. Das war ein bisschen wie Tetris spielen – sobald wir etwas beiseite geschafft hatten, kam wieder etwas Neues dazu“, beschreibt der Schauspieler die vergangenen Monate. Kein Wunder, in den vergangenen Jahrzehnten hat sich beim Theater 62 eine Menge angesammelt. Was für die junge Crew des Apollon Theaters aber keineswegs ein Nachteil ist. „Einige Sachen konnten wir gut übernehmen, zum Beispiel Stellwände, Licht und Sound“, sagt Wrasmann.

Ziel: Das magische Gefühl des Theaters vermitteln

Und jetzt wird geprobt, was der Terminplan hergibt. Das können an einem normalen Samstag gut und gerne 10 und mehr Stunden sein. Zeit, die Michael Wrasmann, Frederik Pohlmann und Mia-Sophia Haak, die drei Protagonisten des Stücks, gerne investieren. Und auch investieren müssen, denn Regisseurin Maria Schade lässt keine Nachlässigkeiten durchgehen.

„Ich war lange Zeit ein echter Kino-Gänger, Theater erschien mir irgendwie zu abgehoben“, sagt Wrasmann. Bei einem Besuch im Weyher Theater habe es dann aber „klick“ gemacht. „Das Spiel der echten Menschen auf der Bühne hat magisch auf mich gewirkt." Und genau dieses Gefühl will das freischaffende Künstler-Kollektiv jetzt seinen Zuschauern vermitteln.

„Wir wollen in erster Linie jüngere Menschen ansprechen, deswegen sind die Tickets im Vergleich auch sehr günstig“, sagt Wrasmann und hofft natürlich darauf, dass die etwa 50 Plätze an allen acht Terminen gefüllt sein werden. Wie es danach weitergeht? Abwarten. Schließlich habe er zuvor noch nie ein Theater gegründet. Klar ist jedenfalls schon, dass es nach „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“ weitergehen wird. Die „Balkonszenen“ sollen am 11. Mai Premiere feiern.

Das erwartet Euch bei „Von Ma(i)l zu Ma(i)l“

Sie sind alle drei zwischen 25 und 32 Jahre alt und ziemlich modern: Der fahrradverliebte Mark, sein älterer Bruder, der Werder-Star Knut Schneider, und die Buch­händlerin Nina. Sie wissen, wie man sich heutzutage datet und kennenlernt. Natürlich per Internet. Dumm nur, wenn man es mit der eigenen Biografie nicht so genau nimmt. Und wenn man sich dann in der Realität trifft, wird es genauso schwer, wie es schon immer gewesen ist – vor allem, wenn man plötzlich in eine schöne Dreier-Konstellation fällt ...

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