Das Gefühl, zu Hause zu sein

Moin Bremen! Gekommen, um zu bleiben

New York, Rio, Tokio – äh, fast. München, Zürich, Mailand, LA, Bremen müsste es in Anlehnung an den Song von Trio Rio bei mir wohl eher heißen – denn ich habe schon viele tolle Wohnorte kennenlernen dürfen. Und weil das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, bin ich gekommen, um zu bleiben. Denn wider Erwarten meiner Bussibussi-Bekannten aus Bayern, den sonnengeküssten (und vielleicht doch manchmal etwas verrösteten) Kaliforniern oder den Herzlis und Chuchichaschtlis us Züri, gefällt es mir hier richtig gut.

Na gut, Ihr wollt es hören, und na gut, ich spreche es aus: Ich war am Anfang skeptisch. Als mir mein inzwischen Bald-Ehemann und Grund, warum ich hier bin, damals sagte, wo er lebt, wusste ich nicht mal richtig, wo Bremen liegt. Die Stadtmusikanten und Beck's holten mich aber schnell auf den Boden der geographischen Tatsachen zurück und ich gab dem in meinen Augen sehr kleinen (aber doch gar nicht so kleinen) Städtchen eine Chance.

Liebe Menschen, wild gemischte Stadtteile und Grünkohl

Alena Gerber ist Model, Moderatorin, bald Familienmutter und Wahl-Bremerin. Die 27-Jährige ist mit Werder-Kapitän Clemens Fritz verlobt und für die Liebe nach Bremen gezogen. Dort hat sie sich ein zweites Mal verguckt – in die Hansestadt. In der monatlichen nordbuzz-Kolumne „Mein Bremen“ schreibt Alena über ihr Leben in der neuen Wahlheimat, die Menschen und Eigenarten in der Region und ihren Spagat zwischen Job, Familie und Lifestyle.

Belohnt wurde ich ganz schnell. Mit vielen lieben Menschen (die sich zur Begrüßung umarmen anstatt Fremden Küsschen links und rechts auf die Wange zu schmatzen), wild gemischten Stadtteilen (mein Favorit ist das Viertel – mein erster Eindruck waren barfüßige Menschen, die mit Flöten und Bier in der Hand mitten am Tag Hippie spielen – genial!), wunderschönen Grünanlagen sowie einem tollem Umland (Berge werden generell überbewertet ;-)) und Grünkohl (gibt’s in München, Mailand und Zürich natürlich nicht). Und – Vorsicht, jetzt kommt‘s, holt die Geigen raus – dem Gefühl, zu Hause zu sein! Ja! Das Gefühl, wirklich irgendwo zu Hause zu sein, das hatte ich ganz lange nicht, beziehungsweise es konnte nicht aufkommen. Und hier im Norden habe ich es gefunden, bekommen, oder wie auch immer man zu solch einem Feeling eben kommt.

Freundschaften und Beziehungen, die nicht mal ein nordischer Tsunami umhauen könnte

Mir gefällt, dass Ihr nicht erst freundlich, dann hintenrum fies und vornerum wieder bester Freund seid. Nein, Ihr seid vielleicht erst ein bisschen fies (okay, oder wir nennen es einfach vorsichtig oder noch auf Abstand ;-)) und dann, ja dann entstehen Freundschaften und Beziehungen, die nicht mal ein nordischer Tsunami umhauen könnte. Diese Beziehungen haben dann eine ähnliche Beständigkeit wie Werder in der ersten Liga. Man steht einfach alles durch und am Ende bleibt man, wie, mit wem und wo es einem gut tut. Und für mich ist das jetzt Bremen!

Bussibussi kommt in die Antiquitätenkiste

Also Moin von meiner Seite! Grüezi und Baba und Fierti oder wie man das schreibt (das wollte ich schon immer einmal loswerden, München: Ich weiß nicht einmal so richtig, was Fierti bedeutet) lege ich einfach mal in die Antiquitätenkiste – zu Bussibussi, Nomadendasein, Chiasamenvanillachaihazelnutmilklattefrühstück und Franziskaner. Hallo Bremen!

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