Und es gibt noch so viel mehr...

Von A bis Z: 26 Dinge, die Du über Bremen wissen solltest

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Bremen? Wir lieben diese Stadt einfach! Trotz, oder wahrscheinlich sogar wegen der ein oder anderen kleinen Macke. Und neben Schlachte, Roland, Weser & Co. gibt es so viele Dinge, die Ihr einfach wissen solltet. Deswegen: Gönnt Euch unser Bremen-ABC!

Altes Sportamt

„In Bayern gibt es kein einziges besetztes Haus“, frohlockte kürzlich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Na dann: Herzlichen Glückwunsch nach Bayern! In Bremen sieht, beziehungsweise sah, das etwas anders aus. Seit April 2015 war das Alte Sportamt in der Pauliner Marsch besetzt. Im September 2017 wurde aber ein Leihvertrag unterschrieben – die Selbstverwaltung kann weitergehen und das Politikum scheint – vorerst – beendet.

Beluga

Ein in Bremen allgegenwärtiger Begriff. Da wäre zum einen der Beluga von Airbus, ein Transport-Flugzeug, bei dem man sich jedes Mal wieder fragt, wie das Ding überhaupt fliegen kann. Dann gibt es natürlich die Beluga-Bar auf den Höfen. Schon seit 15 Jahren – die Geburtstagsparty steigt übrigens am 4. November. Nicht viele Worte wollen wir dagegen über Beluga Shipping verlieren. Nur soviel: Geschäftsgebaren und Insolvenz waren über Jahre Stadtgespräch.

Café Sand

Wenn der Bremer von seinem Strand spricht, meint er eigentlich immer das Café Sand. Bei gutem Wetter wird es knüppelvoll – aber nirgendwo sonst schmecken Bier und Bratwurst so gut wie dort. Und die Weser-Querung per Schiff gehört natürlich auch dazu.

Disco-Meile

Im Stadtplan werdet Ihr vergeblich nach der Disco-Meile suchen. Ihr findet sie vorm Bahnhof, am Wochenende zu späterer Stunde auch nicht zu verfehlen. Problem: Hübsch geht irgendwie anders. Und wenn in einer ehemaligen Disco mal Platz ist, wird auch gerne Cannabis gezüchtet. An Plänen zur Umgestaltung mangelt es derweil nicht, aber die Umsetzung??? Dauert wohl noch…

Erdbeerbrücke

Heißt eigentlich Karl-Carstens-Brücke, sagt aber keiner. Hieß bis 1999 offiziell Werderbrücke, sagte aber auch keiner. Inoffizieller Namensgeber waren die vielen Erdbeeren, die es einst in Habenhausen gab. Geschäftsidee: Erdbeeren an genervte Autofahrer verkaufen, denn meistens herrscht Stau.

Friedenstunnel

Die Künstlerin Regina Heygster wollte ein Zeichen setzen. So wurde aus dem schmuddelig-dunklen Remberti-Tunnel der bunte Friedenstunnel – ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz. Fertiggestellt: 2015.

Gras

Ja, der Konsum aus purer Lust an der Freud ist auch in Bremen verboten. Und gerne gesehen sind die vielen Dealer im Viertel von der Polizei auch nicht. Aber es gibt sie eben – und ob Ihr wollt oder nicht: Zumindest ein Angebot werdet Ihr im Viertel wohl bekommen.

Hochstraße

Etwa 25.000 Autos rauschen täglich über die Hochstraße, die eigentlich Breitenweg heißt, am Bahnhof vorbei. Und ganz ehrlich: Wirklich mögen tut sie keiner. Die verlässlich wiederkehrenden Diskussionen über Sinn und Unsinn bewegen sich irgendwo zwischen abreißen, begrünen und alles lassen wie es ist. Wahrscheinliches Szenario: Alles lassen wie es ist.

Innovationsgeist

Als innovativ gilt er nicht gerade, der Bremer an sich. Dörflich, verschlafen, bloß nix Neues – aber das ist natürlich purer Quatsch. Zugegeben, manchmal dauert es etwas länger, ehe hier ein Trend ankommt. Aber hey, hier werden geile Autos gebaut, Satelliten entwickelt und es gibt jede Menge spannender Start-Ups.

JVA Oslebshausen

Der Knast im Bremer Westen. 724 Menschen finden hier Platz zur „Zwischenmiete“, seit 1874 gibt es das in Teilen durchaus hübsche Gebäude schon. Die letzte Hinrichtung datiert übrigens auf das Jahr 1922. Die unter der Marke „Knastwerk No. 1“ produzierten Chutneys und Soßen aus der Knastküche schmecken echt gut.

Karneval

32. Bremer Samba-Karneval: Der Umzug in Bildern

Köln, Düsseldorf, Mainz – schon klar. Bremen geht da seit 1986 einen ganz anderen Weg – mit dem Samba-Karneval. So schön, so bunt, so viel Samba. Muss man einfach gesehen haben. Nächste Chance: 2./3. Februar 2018.

Lemke, Willi

Der Erfolg von Werder Bremen ist untrennbar mit dem Namen Willi Lemke verbunden. 35 Jahre war er für die Grün-Weißen im Einsatz. Fast noch schöner als die sportlichen Erfolge: Seine gepflegte Dauer-Feindschaft mit Uli Hoeneß. Das Kriegsbeil wurde allerdings 2016 begraben.

Mozarttrasse

Jeder kennt und liebt die Altbremer Häuser. Dass es davon noch so viele gibt, liegt auch daran, dass die Mozarttrasse seinerzeit eben nicht gebaut wurde. Vom Rembertikreisel quer durchs Viertel über die Weser durch das Stadtwerder sollte das „Monster-Bauwerk“ gehen. Doch große Teile der Bevölkerung gingen auf die Barrikaden. Mit Erfolg, 1973 knickte die Politik ein, der Charakter der Innenstadt war gerettet.

Neander, Joachim

Ist schon eine Weile her, dass Pastor Joachim Neander gelebt hat. 1650 wurde er in Bremen geboren. Warum ihn, beziehungsweise seinen Namen, noch heute jeder kennt? Weil nach ihm das Neandertal benannt wurde. Im damaligen Düsseltal suchte er seinerzeit nach Inspirationen bei der Komposition von Kirchenmusik. Die Skelette der Neandertaler wurden übrigens erst 200 Jahre nach seinem Tod entdeckt. Natürlich war Neander längst nicht der einzige Bremer, der (woanders) zu Weltruhm kam.

Osterdeich

Muss man eigentlich nicht viele Worte drüber verlieren. Sobald die Temperaturen zweistellig werden und die Sonne rausguckt, pilgern die Bremern in Scharen an ihren geliebten Deich. Chillen, Joggen, Flunky Ball, was auch immer. Hier ist es einfach schön. Und richtig voll wird es ein Mal im Jahr, wenn die Breminale ihre Zelte aufschlägt.

Pizarro, Claudio

Ihn, den ewig fröhlichen, mag wirklich jeder. Tauchte zum ersten Mal 1999 in Bremen auf, dann nochmal 2008 und weil es so schön war, 2015 zum dritten Mal. Ist mit 104 Bundesliga-Toren Werders Rekord-Torschütze und hat einen festen Platz im Herzen eines jeden Werder-Fans.

Qualitätsfernsehen

Die älteste immer noch laufende TV-Talkshow in Deutschland kommt… natürlich aus Bremen. Seit 1974 wird bei „3 nach 9“ getalkt, was das Zeug hält. Chapeau! Ebenso stolz darf man natürlich auch auf den Bremer „Tatort“ sein.

Rathaus

Seit 2004 Weltkulturerbe, absoluter Hingucker in der Innenstadt und ganz nebenbei ein prima Ort zum Heiraten. Nichts gegen das Standesamt, aber im Gobelinzimmer heiratet es sich einfach viel schöner. Die eigentliche Bestimmung des Bremer Rathauses ist aber das Feiern von Werder-Meisterschaften und/oder -Pokalsiegen. Wird mal wieder Zeit…

Space Park

Stolze 283 Tage durfte sich Bremen über seinen Space Park, den damals größten Freizeit-Indoor-Park Europas, freuen, bevor das 500-Millionen-Euro-Grab 2004 wieder dicht machte. Ein Husarenstreich in Sachen Fehlplanung. Da eine dauerhafte Nutzung als Tatort-Kulisse („Requiem“, 2005) ebenfalls wenig nachhaltig erschien, eröffnete 2008 das Shopping-Center „Waterfront“.

Tenever

Ein weiteres Beispiel grandioser städtebaulicher Fehlplanung. Die Hochhaussiedlung im Bremer Osten galt in den 1970er Jahren als beispielhafter Siedlungsbau. Nun ja, nein! Außer, Kriminalität und Schmuddel-Image waren das erklärte Ziel. Seit 2004 wurde fleißig abgerissen und saniert. Mit Erfolg: Mittlerweile hat sich der ehemalige Katastrophen-Bezirk äußerst positiv gemacht.

U-Bahn

Eine U-Bahn in Bremen? Nee, gibt’s nicht. Auch, wenn Christian Bode, ehemaliger Mathe-Student der Uni Bremen, das Unterfangen in seiner Abschluss-Arbeit 2005 perfekt inszeniert hatte. Ernsthafte Pläne gab es zwar bereits Anfang der 1950er Jahr, umgesetzt wurden diese allerdings nie. Daher gilt: Nutzt die Busse und Bahnen der BSAG.

Viertel

Heißt eigentlich ¼, ist kein offizieller Stadtteil, dafür aber der (sub)kulturelle Hotspot Bremens. Leider rasseln in den vergangenen Jahren immer wieder die Interessen einiger Anwohner mit den Interessen sehr vieler unternehmungslustiger Bremer zusammen.

Weser-Stadion

Bilder: Das Bremer Weser-Stadion im Wandel der Zeit

Der Ort, wo bekanntermaßen die Wunder gemacht werden. Es sollen sogar schon Konzerte in dem weiten Rund stattgefunden haben, aber das ist auch schon wieder etwas her. Aber allen angeblichen Nachteilen (zu klein, zu schlecht angebunden, zu wenig Parkplätze) zum Trotz: Einen schöneren Platz für ein Stadion werdet Ihr bundesweit kaum finden.

XXX-Angebot

Bereits 1878 wurde die Helenenstraße im Viertel als Bordellstraße ausgewiesen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Kleiner Fun-Fact am Rande: Weil Helene Engelken dem Erbauer der Straße seinerzeit ihr Grundstück nicht verkaufen wollte, ist die Helenenstraße bis heute die einzige Sackgasse im Viertel – und deshalb auch nach Frau Engelken benannt worden.

Y-Kollektiv

Seit 2016 versorgt das Y-Kollektiv, ein Zusammenschluss junger, renommierter Journalisten, das öffentlich-rechtliche Jugendangebot „funk“ mit Themen ihrer Generation. Qualitätsfernsehen 2.0, made in Bremen, sozusagen.

Zoo

Ihr wollt in den Zoo? Dann geht die Reise wohl nach Bremerhaven in den „Zoo am Meer“. Aber das war nicht immer so. Denn dort, wo heute der Achterdiekpark liegt, gab es tatsächlich von 1961 bis 1973 einen Zoo, mit allem Zipp und Zapp. Das ambitionierte Unterfangen von George Munro scheiterte allerdings, 1973 wurde das Konkursverfahren eröffnet.

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