Werder-Interimscoach

Nouri: „Botschaft an Fans und Stadt senden“

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Werders bisheriger U-23 Coach Alexander Nouri stellt sich in Bremen als Nachfolger für den entlassenen Viktor Skripnik vor. Nouri soll, bis zur Verpflichtung eines neuen Trainers, eine Übergangslösung sein.

Bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Nachfolger von Viktor Skripnik hat Werder Bremens Interimscoach Alexander Nouri versucht, Aufbruchstimmung zu erzeugen. „Wir müssen eine Haltung entwickeln, mit der wir eine Botschaft an Fans und Stadt senden“, so der bisherige Trainer der U23 bei der Pressekonferenz am Montagmittag.

„Ich bin voller Energie und möchte dazu beitragen, bessere Ergebnisse zu erzielen“, sagte Nouri, für den die Berufung zu den Profis „ein Traum“ sei. Für den 37-Jährigen gehe es nun in erster Linie darum, die Köpfe der Spieler freizubekommen. „Wir wollen durch gegenseitiges Helfen eine positive Haltung entwickeln“, so Nouri weiter.

Aus sportlicher Sicht bleibt dem Trainer auch wenig Zeit, grundlegende Dinge zu ändern, schließlich steht bereits am Mittwoch das nächste Spiel auf dem Programm, wenn der FSV Mainz ins Weser-Stadion kommt. „Wir erhoffen uns trotz der Kürze der Zeit einen neuen Impuls und ein anderes Auftreten der Mannschaft“, sagte Werder-Manager Frank Baumann. „Es war wichtig, eine gute und schnelle Übergangslösung zu finden.“

Nach Aussagen von Baumann sei es zudem wahrscheinlich, dass Nouri das Team auch gegen Wolfsburg am kommenden Samstag ins Stadion führe. „Ich kann nicht in die Zukunft blicken und weiß nicht, wann wir einen geeigneten Kandidaten finden“, so Baumann weiter.

„Ich möchte mich in den Dienst der Sache stellen“

Die Namen möglicher Trainer wolle er jedenfalls nicht weiter kommentieren. Weder Markus Gisdol noch André Breitenreiter oder gar Thomas Schaaf. Nur so viel: „Wir möchten keinen Cheftrainer verpflichten, der acht bis zehn Leute mitbringt. Wir haben viel Qualität hier.“

Für Nouri sei die aktuelle Situation als Interims-Coach aus persönlicher Sicht übrigens kein Problem: „Es geht um den Verein, nicht um mich. Ich gehe mit Demut und voller Überzeugung an die Aufgabe. Ich lebe in diesem Moment und versuche, Dinge zu beeinflussen, die ich beeinflussen kann. Für mich ist das Neuland und eine außergewöhnliche Situation. Ich möchte mich in den Dienst der Sache stellen.“

Eine erste sportliche Duftmarke hat Nouri übrigens bereits gesetzt. Mit Ousman Manneh und Niklas Schmidt werden am Montag zwei Spieler aus der Reserve-Mannschaft bei den Profis trainieren.

Apropos Reserve: Nach Nouris Aufstieg wird Thomas Wolter in den kommenden Partien die U23 trainieren. Der sportliche Leiter des Werder-Leistungszentrums übernimmt das Amt übergangsweise. U16-Coach Frank Bender wird ihn als Co-Trainer unterstützen.

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