Werder stellt „kein Ultimatum“

Job-Garantie für Nouri – Gibt es Alternativen?

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Coach Nouri steht trotz der prekären Lage in Bremen nicht zur Diskussion.

Trotz sportlicher Krise halten die Verantwortlichen bei Werder Bremen ausdrücklich zu Trainer Alexander Nouri. Manager Frank Baumann hat das am Donnerstag nochmals deutlich hervorgehoben. Namen, die als Alternative denkbar wären, sind allerdings auch reichlich vorhanden.

Baumann hätte kaum deutlicher machen können, dass er vor dem Duell gegen Ingolstadt keine Trainerdiskussion zulassen will. „Für uns als Klub ist es ein wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Aber es ist kein Schicksalsspiel. Deshalb brauchen wir auch nicht über den Trainer zu diskutieren“, betont der Geschäftsführer gegenüber „Bild“. Er versichert: „Es gibt kein Ultimatum, das ist kein Thema.“

Andererseits ist der Markt mit Alternativen zur Zeit nicht gerade dünn bestückt. Wir haben einige Namen zusammengetragen, die für die Grün-Weißen auf dem Trainerposten tatsächlich infrage kommen könnten.

15 Trainer, die infrage kommen könnten

  • André Breitenreiter: Wurde im Sommer schon mal mit Werder in Verbindung gebracht, soll den Grün-Weißen damals aber abgesagt haben.
  • Markus Kauczinski: Leistete Großes beim Karlsruher SC, scheiterte dann beim Experiment vom kommenden Werder-Gegner Ingolstadt. Das richtige Kaliber für die Grün-Weißen.  
  • Bruno Labbadia: Ist als Spieler in Bremen nicht in schlechtester Erinnerung geblieben. Und wenn sein jüngstes Engagement beim Hamburger SV kein Ausschlusskriterium ist...
  • Peter Neururer: Verkommt im Privatfernsehen als Stammtisch-Experte. Wäre sicher bereit für einen handfesten Trainerjob.
  • Mike Büskens: Nach sportlicher Achterbahn mit Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf musste der Ex-Schalker gerade nach nur fünf Monaten seinen Hut bei Rapid Wien nehmen.
  • Thomas Doll: Recht erfolgreich in Budapest, zuletzt aber auch bei Rapid Wien auf der Wunschliste. Ganz ausgeschlossen wäre das sicher nicht. 
  • Roberto Di Matteo: Ein großer Name auf dem absteigenden Ast. Von Chelsea zu Schalke zu Aston Villa - jetzt zerschlagen sich gerade Spekulationen um ein Engagement bei 1860 München.
  • Holger Stanislawski: Hat sich in den letzten Jahren sehr der Leitung seines Supermarktes gewidmet, wurde zwischendurch aber immer wieder auch bei verschiedenen Clubs gehandelt - zuletzt beim 1.FC Nürnberg. Sympathieträger.
  • Mirko Slomka: Hat schon bewiesen, dass er erfolgreich sein kann, war allerdings zuletzt mit Hannover und dem HSV wenig effektiv.  
  • Dieter Hecking: Würde große Erfahrung mitbringen, nach seinen zweieinhalb Jahren beim VfL Wolfsburg mit unschönem Ende aber vielleicht kompromissbereit.
  • Michael Frontzeck: Angesichts seiner vielen Stationen in Verruf geraten. Im Vergleich zu Nouri sicher keine bessere Alternative.
  • Armin Veh: Einst überraschender Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und auch sonst mit vorzeigbaren Erfolgen. Sein letzter Versuch in Frankfurt war aber nichts. 
  • Stefan Effenberg: Startete denkbar schlecht in seine Trainer-Karriere in Paderborn. Die bisherigen Berührungspunkte mit Werder sind auch rar gesät.
  • Lothar Matthäus: So etwas wie ein Running-Gag, der in keiner Trainer-Diskussion fehlen darf. Ein Engagement wäre ein Experiment.
  • Thomas Schaaf: Eine Rückkehr wäre für viele Werder-Fans ein Traum. Laura Wontorra äußerte sich in der nordbuzz-Kolumne „Vier sind Werder Bremen“ dagegen wenig euphorisch bei der Vorstellung. 

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