Dauerlösung Nouri? Solbakken ein Thema?

Ex-Manager Eichin über Werder: „Es war vorhersehbar“

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Thomas Eichin über Werder Bremen: „Die Situation überrascht mich natürlich nicht.“

Ohne Punkte und ohne Trainer geistert der SV Werder Bremen am Tabellenende der Fußball-Bundesliga herum. Drei Spieltage und ein peinliches Pokal-Aus haben genügt, um den Club in ein mittelschweres Chaos zu stürzen. Eine Überraschung? Eher nicht, findet Werders Ex-Manager Thomas Eichin.

In der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Rundfunks sagte der aktuelle Sportchef vom Zweitligisten TSV 1860 München am Montagabend in Bezug auf die Grün-Weißen: „Die Situation dort überrascht mich natürlich nicht. Es tut mir sehr leid für den Verein, dass es jetzt so eingetreten ist, aber es war vorhersehbar.“

Ob in diesen Worten persönliche Genugtuung mitschwingt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Eichin nach dem Last-Minute-Klassenerhalt auf einen Trainerwechsel gedrängt hatte. Er hatte kein Vertrauen mehr in den Trainer, bemängelte die fehlende sportliche Entwicklung und setzte sich für einen radikalen Schnitt ein. Vergeblich. Mehr noch: Seine Forderungen wurden ihm letztlich zum Verhängnis. Eichin wurde entlassen, Frank Baumann als sein Nachfolger installiert und der Vertrag mit Viktor Skripnik verlängert. Das Ergebnis dieser Entscheidungen ist bekannt.

Gelingt Nouri der Aufstieg zum Cheftrainer?

Doch wie geht es jetzt weiter bei Werder? Wer soll das Team aus dem Keller führen und mittelfristig wieder wettbewerbsfähig machen? Die Liste der Kandidaten ist naturgemäß lang. André Breitenreiter steht angeblich darauf, auch Markus Gisdol, Andreas Herzog und Mirko Slomka werden in den Medien gehandelt, selbst der Name Thomas Schaaf kursiert.

Die „Bild“ hingegen berichtet von einem Plan, der vorsehe, Interimscoach Alexander Nouri zum Cheftrainer zu befördern. Vorausgesetzt, dass der katastrophale Abwärtstrend der letzten Wochen in den beiden Heimspielen gegen Mainz (Mittwoch) und Wolfsburg (Samstag) endlich gestoppt werden kann. Der Vorteil dieser Lösung: Viele Fans könnten damit leben und der Verein spart eine Menge Geld.

Luhukay nach Stuttgart-Intermezzo wieder frei

Allerdings soll das Geld nicht im Vordergrund stehen, wie die „Kreiszeitung“ orakelt. So würde es Baumann „nicht ausschließen“, auch einen Trainer aus einem laufenden Vertrag herauszukaufen. Ein Indiz, dass Werder am Norweger Stale Solbakken interessiert ist? Immerhin soll zwischen Baumann und dem Trainer des FC Kopenhagen ein guter Kontakt bestehen.

Wer es auch immer werden wird, Thomas Eichin kann sich in München bequem zurücklehnen und sich das Treiben bei seinem Ex-Verein aus der Ferne anschauen. Und wer weiß, vielleicht entpuppt sich am Ende ja sogar der jüngst in Stuttgart vom Hof gejagte Jos Luhukay als neuer starker Mann an der Linie. Ein Trainer, den Eichin ja schon im Frühjahr als Skripnik-Nachfolger auf dem Zettel gehabt haben soll.

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Zum Trainer-Thema bei Werder haben sich auch schon die Experten unserer Kolumne „Vier sind Werder Bremen“ Gedanken gemacht. Weniger Gedanken hat sich dagegen jüngst wohl Sambou Yatabaré gemacht, als er mit einem Ferrari einen Unfall gebaut hat. Besser: Die Freizeit für sinnvolle Dinge nutzen, so wie der verletzte Max Kruse, der zugunsten von Viva con Aqua gepokert hat.

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