DFB-Elf zu Gast im Vatikan

Serge Gnabry über den Besuch beim Papst: „Beeindruckend“

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Werders Serge Gnabry trifft Papst Franziskus.

Erst das Debüt am Freitag in der Fußball-Nationalmannschaft, garniert mit drei Toren, dann die Audienz am Montag beim Papst: Für Werders Serge Gnabry sind es mehr als aufregende Tage, die er derzeit in Italien mit der DFB-Elf verbringt. „Das war schon beeindruckend", bemerkte Jungprofi Gnabry. „So eine Gelegenheit bekommen nicht viele Menschen, den Papst zu erleben.“

Auch Joachim Löw war beeindruckt. „Es war sehr schön", sagte der Bundestrainer nach der frühen Audienz beim Heiligen Vater. Nach knapp einer Stunde endete für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Besuch im Vatikan.

Der Besuch beim Papst hatte eine besondere Note. Franziskus ist Argentinier und großer Fußball-Fan. Nun traf er auf die Akteure, die seinem Heimatland vor gut zwei Jahren in Rio de Janeiro den WM-Titel verwehrt hatten. Die Münchner Thomas Müller und Mats Hummels überreichten dem Papst ein signiertes Trikot des Weltmeisters.

Leistungssport verlange nicht nur viel Disziplin und persönliche Opferbereitschaft, sondern auch Achtung vor dem anderen und Teamgeist, sagte der Papst. „Das macht euch als "Mannschaft" erfolgreich und lässt euch eure Verantwortung jenseits des Spielfelds wahrnehmen gerade für die jungen Menschen, denen ihr oft als Vorbild dient." Franziskus dankte den Spielern für ihr soziales Engagement. „Auch auf diese Weise tragt ihr zum Aufbau einer gerechteren und solidarischeren Gesellschaft bei."

Nach dem Besuch fuhr die Mannschaft direkt zum Flughafen. Dort wartete die Chartermaschine nach Mailand. In der norditalienischen Stadt steht am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) das Testspiel gegen die Squadra Azzurra auf dem Programm. Es ist das letzte Länderspiel des Jahres. Gegen Italien kann das DFB-Team seinen dritten Sieg in Serie einfahren. Das gelang in bislang 34 Spielen seit 1923 noch nie. In diesem Jahr gewann man zunächst den Test im März in München mit 4:1 und schaffte dann mit dem packenden 6:5 im Elfmeterschießen im EM-Viertelfinale von Bordeaux den ersten Pflichtspielsieg überhaupt gegen den langjährigen Angstgegner. 

dpa/nordbuzz

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