Hentke Nummer zwei der Schwimm-Welt - Rekorde von Wenk

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Alexandra Wenk jubelt über die fantastische Bestzeit. Foto: Rainer Jensen

Die drei deutschen Top-Schwimmer überzeugen und machen Hoffnung auf mehr. Alexandra Wenk knackt einen 35 Jahre alten deutschen Rekord und verbesserte ihn gleich noch einmal. Für Weltmeister Marco Koch und Paul Biedermann geht es erst am Sonntag richtig zur Sache.

Berlin (dpa) - Franziska Hentke katapultierte sich auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste, Alexandra Wenk trumpfte mit zwei deutschen Rekorden groß auf.

Die 21-jährige Münchnerin knackte bei den Meisterschaften in Berlin die 35 Jahre alte Bestmarke von DDR-Schwimmerin Ute Geweniger und verbesserte ihre Zeit acht Stunden später noch einmal. Auch Jan-Philip Glania sorgte mit der weltweit fünftbesten Vorstellung über 200 Meter Rücken für Freude im deutschen Team. Weltmeister Marco Koch und der WM-Dritte Paul Biedermann weckten Vorfreude auf ihre Paradestrecken.

Beim Blick auf die Anzeigetafel war Hentke trotz der Topzeit nicht ganz zufrieden. Eigentlich hatte sie ihren deutschen Rekord (2:05,26) aus dem Vorjahr anvisiert. "Ich wäre gerne Weltjahresbestzeit geschwommen, jetzt bin ich Zweite in der Weltbestenliste. Damit kann ich auch leben", sagte die Magdeburgerin. Schneller als Hentke (2:07,77) war 2016 nur die Australierin Madeline Groves in 2:05,47.

Hentke erfüllte locker die halbe Olympia-Norm, die Zeit muss in einem weiteren Wettkampf bis Anfang Juli bestätigt werden. Außer der 26-Jährigen schafften das noch fünf weitere Schwimmer, darunter Rekordfrau Wenk. "Ich glaube, wenn ich noch ein bisschen was mache für Rio, auch für Lagen, dann wird Rio richtig gut", sagte Wenk. Aber auch sie weiß, dass die Weltklasse bei Zeiten unter 2:10 Minuten beginnt. Glania (1:56,01), Christian Diener (1:57,46) und Lisa Graf (2:08,98) erfüllten die halbe Norm über 200 Meter Rücken, über 200 Meter Lagen glückte das Philip Heintz (1:58,31).

In der Vorbereitung auf seine Goldstrecke von Kasan schnappte sich Koch den Meistertitel über 100 Meter. In 1:00,22 Minuten war er schneller als bei seinem zweiten Platz vor einem Jahr. "Das ist hauptsächlich ein Zeichen an mich, dass es gut läuft", sagte der coole Europameister, der am Sonntag über 200 Meter ein Signal an die Olympia-Konkurrenz schicken kann. "Richtung Weltjahresbestleistung ist realistisch." Die datiert aus dem Januar und wurde von Koch selbst aufgestellt: 2:07,69.

Biedermann grinste noch im Becken. Zwar verlor er in 48,65 Sekunden auf der Nebenstrecke 100 Meter Freistil seinen Meistertitel an den 20-jährigen Damian Wierling (48,54), er war aber schneller als vor einem Jahr (49,24). "Der Trainer hat mir noch mal in den Hintern getreten und gesagt, jetzt beweg dich doch mal, das hat gut funktioniert", sagte der 29-Jährige nach der drittbesten 100-Meter-Zeit. 2015 reichte es zu WM-Bronze, in diesem Jahr will er sich mit einer Top-Vorstellung in Rio verabschieden. Mehr Aufschluss über die Form des Weltrekordlers geben die 200 Meter am Sonntag.

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