K.o.-Runde ist nah

Schalke mit Offensivproblemen gegen Krasnodar

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Trainer Markus Weinzierl muss den Schalke-Angriff umbauen. Foto: Ina Fassbender

Nach sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ist das Selbstbewusstsein bei Schalke enorm gewachsen. Der Aufwärtstrend soll mit dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde der Europa League fortgesetzt werden. Auch wenn gegen Krasnodar wichtige Offensivkräfte fehlen.

Gelsenkirchen (dpa) - Nach der Erfolgsserie im goldenen Oktober will sich der FC Schalke 04 auch durch wachsende Personalprobleme in der Offensive nicht aus der Spur werfen lassen.

Trainer Markus Weinzierl wäre es sehr recht, mit einem Sieg im Europa-League-Heimspiel gegen FK Krasnodar den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde perfekt zu machen. "Wir wollen mit zwölf Punkten den Deckel drauf machen, weil wir uns dann in den letzten Wochen bis Weihnachten ganz auf die Bundesliga konzentrieren könnten", sagte er.

Doch vor der Partie gegen den Tabellen-Fünften der russischen Liga am Donnerstag (21.05 Uhr) gehen dem Schalker Coach die Angreifer aus. Neben Breel Embolo und Klaas-Jan Huntelaar steht Max Meyer wegen seines in Dortmund (0:0) erlittenen Bänderrisses im Sprunggelenk nicht zur Verfügung. Und das Risiko, den angeschlagenen und einzig noch verbliebenden Stoßstürmer Franco Di Santo (Bauchmuskelzerrung) aufzubieten, wird Weinzierl kaum eingehen.

"Er hat ja schon länger Probleme. Wir werden nur 100 Prozent fitte Spieler einsetzen", meinte Weinzierl vor dem Abschlusstraining. Als Alternative im Angriffszentrum steht Eric Maxim Choupo-Moting parat. "Ich habe die Position schon länger nicht gespielt. Aber ich weiß, dass ich sie gut ausfüllen kann", sagte der Kameruner.

"Das ist brutal heftig, aber wir haben trotzdem noch eine super Qualität im Angriffsspiel", meinte Johannes Geis. Jetzt seien "die Jungs, die bisher nicht so viel gespielt haben, gefordert". Das sieht Manager Christian Heidel ähnlich: "Nun müssen die anderen die Kohlen aus dem Feuer holen."

Siebe Spiele ohne Niederlage, darunter fünf Siege - beim Revierclub ist der Glaube an die eigene Stärke zurückgekehrt. Das Team hat es in der Hand, nach dem Überwintern im DFB-Pokal nun gegen Krasnodar das nächste Ziel zu erreichen. Deswegen soll gleich der erste Matchball in Europa verwandelt werden. "Wir wollen den Sack zumachen", sagte Heidel auch mit Blick auf die geplante Aufholjagd in der Liga, wo mit Platz 12 und acht Punkten weiterhin großer Nachholbedarf herrscht: "Das wichtigste ist, dass die Mannschaft immer mehr an sich glaubt. Aber es fehlen immer noch Punkte und Siege. Die wollen wir in den nächsten Wochen einfahren."

Die Auftritte auf internationaler Bühne ließen bisher nichts zu wünschen übrig. Die Ausgangslage in der Gruppe I ist perfekt. Als Spitzenreiter weist Schalke vor dem 4. Spieltag die makellose Bilanz von neun Punkten auf. Dahinter folgen die Russen (6) vor OGC Nizza (3) und RB Salzburg (0). Sollte Nizza das Parallelspiel gegen Salzburg nicht gewinnen, würde Schalke ein Remis genügen. Solche Rechenspiele lassen Weinzierl kalt: "Wir wollen gewinnen. Dann wäre die Pflicht erfüllt."

Mut macht das zuletzt praktizierte flexible 3-5-2-System mit zwei offensiven Außen, die bei Ballbesitz des Gegners die Dreier-Abwehr verstärken. In den zurückliegenden sieben Spielen ließ die Elf nur vier Gegentore zu. "Das System passt perfekt zu uns", meinte Geis. "Wir stehen derzeit defensiv sicher, setzen Akzente nach vorne und agieren mit Willen und Leidenschaft." Das soll auch das Erfolgsrezept gegen Krasnodar sein. "Wir wollen kompakt stehen, dem Gegner den Zahn ziehen und dann vorne selbst die Dinger machen."

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