Neuer Handball-Bundestrainer

Prokop oder Baur: DHB steigt in Verhandlungen mit Klubs ein

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Markus Baur könnte bald schon Handball-Bundestrainer sein.

München - Christian Prokop und Markus Baur sind die einzigen verbliebenen Kandidaten auf den frei werdenden Posten des Handball-Bundestrainers. Mit den Klubs der beiden Trainer soll nun verhandelt werden.

Nach dem öffentlichen Bekenntnis von Christian Prokop und Markus Baur steigt der Deutsche Handballbund (DHB) in die Verhandlungen mit den Klubs der beiden Top-Anwärter auf den Bundestrainer-Posten ein. "Wir freuen uns, dass mit Christian Prokop und Markus Baur die beiden Wunschkandidaten von unserem Konzept überzeugt sind", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem SID am Donnerstag: "Jetzt gilt es, die Verhandlungen mit den Vereinen auf freundschaftlicher Basis zu beginnen." 

Zeitdruck verspürt der Sportchef des Verbandes nicht, eine schnelle Einigung wird es wohl nicht geben. "Wir haben keine Eile, eine Entscheidung noch in diesem Jahr ist unwahrscheinlich", sagte Hanning. Spätestens im kommenden Sommer soll der neue Bundestrainer die Nachfolge des nach der WM in Frankreich (11. bis 29. Januar) scheidenden Dagur Sigurdsson antreten.

Wilbek? „Er hat abgesagt“ 

Nach Baur, Trainer des Bundesligisten TVB Stuttgart und Weltmeister von 2007, hatte am späten Mittwochabend auch Leipzig-Coach Prokop sein Interesse am bald vakanten Posten öffentlich gemacht. Zuvor hatte sich Leipzig bereit erklärt, seinen Trainer bei persönlichem Interesse gegen eine Ablösesumme zum DHB ziehen zu lassen. Prokop besitzt in Leipzig noch einen Vertrag bis 2021, Baur ist in Stuttgart bis 2018 gebunden.

Dritter Anwärter auf die Nachfolge von Dagur Sigurdsson, der sein Amt nach der WM im Januar 2017 auf eigenen Wunsch abgibt, war der Däne Ulrik Wilbek. „Er ist ein erfahrener Mann, den ich sehr schätze. Er hat aber abgesagt“, erklärte Hanning. 

SID/dpa

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