Erstes freies Training

Singapur: Red Bull und Vettel vor Mercedes - Rosberg kracht in Mauer

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Nico Rosberg baute im ersten freien Training in Singapur einen Unfall.

Singapur - So hat sich Nico Rosberg den Auftakt in sein 200. Grand-Prix-Wochenende nicht vorgestellt. In Singapur kracht der Mercedes-Mann in die Streckenbegrenzung. Max Verstappen ist Schnellster.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg ist mit einem Crash in sein Formel-1-Jubiläumswochenende gestartet. Der Verfolger von Weltmeister Lewis Hamilton krachte rund 15 Minuten vor Ende der Auftakteinheit zum Nachtrennen von Singapur in die Mauer. Mit einer lädierten Front an seinem Silberpfeil konnte der 31-Jährige aber noch selber an die Box fahren und wurde am Ende Fünfter. Direkt davor landete sein Teamrivale Lewis Hamilton.

Die erste Bestzeit sicherte sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 18-jährige Niederländer verwies seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo auf den zweiten Platz. Singapur-Rekordsieger Sebastian Vettel raste in seinem Ferrari auf dem vom Flutlicht hell erleuchteten Kurs auf Rang drei.

Rosberg: Erst Erinnerungsfoto, dann Crash

Vor der Auftakteinheit posierte Rosberg noch mit seinem Team für ein Erinnerungsfoto. Denn Singapur ist sein 200. Formel-1-Rennen. Das Malheur auf abbauenden Reifen bei Kurve 18 war dann so gar nicht nach dem Geschmack des zweimaligen Vize-Weltmeisters.

Für Verstappen war es indes eine gelungene Einstimmung. Denn die Fahrer wissen: Auf dem engen Stadtkurs ist die Startaufstellung besonders wichtig. Sechsmal in den vergangenen acht Jahren gewann der Pilot, der sich auch die Pole Position gesichert hatte. Die erste Einheit besitzt aber traditionell nur überschaubare Aussagekraft. Denn die Rennställe spulen ganz verschiedene Programme ab.

Von den sonst gewohnten Sauna-Verhältnissen in Singapur blieben die Fahrer zum Auftakt ins Grand-Prix-Wochenende noch verschont. Bei vergleichsweise niedrigen 65 Prozent Luftfeuchtigkeit und 30 Grad Außentemperatur kamen Rosberg & Co. zwar ordentlich ins Schwitzen. Doch die Bedingungen in der Vergangenheit waren schon deutlich extremer. Der deutsche WM-Zweite sprach von einer „sehr sehr harten“ Beanspruchung während des Nachtrennens. Es sei ein „recht ekelhaftes“ Gefühl, auch weil man wegen des immensen Flüssigkeitsverlustes rund fünf Prozent seines Körpergewichts verliere.

Hamilton und die Probleme beim Start

Sieben Grand Prix vor Saisonende hat Hamilton zwar in der WM-Wertung immer noch zwei Punkte Vorsprung auf Rosberg. Doch dem Briten machen seine Starts zu schaffen. Von seinen sieben Pole Positionen konnte er 2016 nur drei in einen Sieg verwandeln, Rosberg von sechs hingegen vier.

„Wenn man meine Saison beurteilt, dann könnte die Meisterschaft durch die Starts verloren werden“, räumte Hamilton ein. Der 31-Jährige tut sich offensichtlich schwer, mit dem Einsatz von mittlerweile nur noch einem Kupplungshebel schnell genug vom Fleck zu kommen. „Man macht diese ganze Arbeit während des Wochenendes, und vielleicht gerade mal zwei Sekunden haben für mich über den Rennausgang bestimmt.“

Singapur gleicht allerdings einer Lotterie. Zwar gab es bislang erst drei Sieger: Fernando Alonso 2008 und 2010, Hamilton 2009 und 2014 sowie Vettel 2011, 2012, 2013 und 2015. Doch seit der ersten Auflage 2008 kam das Flutlichtrennen nicht ohne Safety Car aus.

Ordentlich Funkenflug bekamen die Zuschauer auf dem 5,065 Kilometer langen Kurs schon in der Auftakteinheit zu sehen. Unter anderen touchierte Vettel mit seinem Ferrari in der Dämmerung spektakulär die Streckenbegrenzung bei Kurve 21. Ihm erging es aber deutlich besser als Rosberg.

dpa

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