Tauziehen um Handball-Bundestrainer

Sigurdsson bestätigt Angebot - Japan weiß von nichts

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Dagur Sigurdsson stellte am Dienstagabend in Berlin seine Autobiografie vor

Berlin - Dagur Sigurdsson wird die DHB-Auswahl wohl bald in Richtung Japan verlassen. Der Bundestrainer prüft derzeit ein Angebot. Die Japaner wissen davon aber angeblich nichts.

Die große Frage bleibt vorerst offen: Wohin zieht es DHB-Trainer Sigurdsson? Von einer möglichen Verpflichtung Sigurdssons als Trainer des Nationalteams habe man nichts gehört, sagte der Exekutivdirektor des japanischen Handball-Verbands, Yuji Harano, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Dazu haben wir keine Informationen.“ 

Dagur Sigurdsson selbst hingegen hat bei der Vorstellung seiner Autobiografie in Berlin am Dienstagabend öffentlich vom Interesse der Japaner berichtet. „Ich habe den DHB informiert, dass ich ein Angebot habe, und die wissen jetzt Bescheid“, sagte der Isländer am Dienstagabend. Die kommenden zwei, drei Wochen werde er nun nutzen, um Klarheit zu schaffen.

Bob Hanning sieht sich nach Alternativen um

Viel mehr wollte der Erfolgscoach aber nicht sagen. Als ein Besucher wissen wollte, was ihn überhaupt an einem Mittelklasseteam wie Japan reize, antwortete Sigurdsson: „Ich kann nur allgemein sagen, Japan ist ein schönes Land, und wir haben es sehr, sehr da genossen.“

Von 2000 bis 2003 war der 43-Jährige Spielertrainer bei Wakunaga Hiroshima. Sigurdsson mag das Land und die Mentalität der Japaner. Das weiß auch DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Wenn es um das Thema Lebensplanung gehe, „kann ich nicht gewinnen. Japan ist kein Thema des Geldes“, sagte er. Hanning schaut sich bereits nach möglichen Nachfolgern für Sigurdsson um. Das Rätselraten um die Zukunft des isländischen Coaches spitzt sich seit Tagen zu.

dpa/fn

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