Argentinien nur Remis

Neymar und Brasilien in WM-Quali auf Kurs

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Neymar (r) traf bereits in der 11. Minute für die Brasilianer. Foto: Marcelo Sayao

Nach holprigem Start in die WM-Qualifikation ist Brasilien unter dem neuen Trainer Tite wieder auf Kurs. Superstar Neymar führt das Team zum dritten Sieg in Serie. Für Argentinien reicht es ohne den verletzten Lionel Messi nur zum Remis, düster sieht es für Chile aus.

Natal (dpa) - Angeführt vom starken Superstar Neymar hat Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft in der Qualifikation für die WM 2018 zurück in die Spur gefunden. Der 5:0 (4:0)-Kantersieg gegen Bolivien in Natal war für das Team der dritte Sieg im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Tite.

Die Seleção liegt in der WM-Qualifikation Südamerikas damit weiter auf Rang zwei hinter Uruguay, das Venezuela 3:0 (1:0) besiegte. Barcelonas Neymar war in Natal der Mann des Spiels. Das 1:0 (11. Minute) erzielte der 24-Jährige selbst, zwei der vier weiteren Tore durch Philippe Coutinho (26.), Filipe Luís (39.), Gabriel Jesus (43.) und den Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (75.) bereitete er vor.

Nach Angaben des brasilianischen Verbandes war Neymars Treffer zum 1:0 sein 300. Profi-Tor in seiner Karriere, 49 davon erzielte er für Brasiliens Nationalelf und liegt damit auf Rang vier der ewigen Torschützenliste hinter Pele, Ronaldo und Romario. In der 68. Minute verließ der Olympiasieger nach einem Ellbogenschlag mit einer blutenden Platzwunde am Kopf den Platz. Am Mittwoch gegen Venezuela wird er nach seiner dritten Gelben Karte ohnehin gesperrt fehlen.

Mit nur einem Punkt Rückstand auf Uruguay, das in neun Partien 19 Zähler holte, hat der fünfmalige Weltmeister gute Chancen auf die Teilnahme an der WM in zwei Jahren in Russland. Die besten Vier der Südamerika-Gruppe qualifizieren sich direkt für das Turnier 2018.

Dabei holte das Team unter Ex-Trainer Carlos Dunga aus den ersten sechs Partien der Qualifikation nur neun Punkte. Mit Tite gelang mit drei Siegen in Serie dann die Wende. "Wir spüren, dass die Stimmung sich zum Besseren gewandelt hat", sagte Verteidiger Dani Alves.

Etwas den Anschluss verlor Argentinien, das ohne den verletzten Lionel Messi in Peru nicht über ein 2:2 hinauskam und auf Platz fünf liegt. Ramiro Funes Mori (15.) und Torjäger Gonzalo Higuain (77.) brachten Argentinien zweimal in Führung, Ex-Bundesligaprofi Paolo Guerrero (58.) und Christian Cueva (84./Elfmeter) glichen aus.

Um das WM-Ticket bangen muss Copa-América-Champion Chile, der mit dem Münchner Arturo Vidal in der Startelf gegen Ecuador überraschend deutlich mit 0:3 (0:2) verlor. Ecuador ist mit 16 Punkten nun Dritter, fünf Zähler vor den enttäuschenden Chilenen auf Rang sieben. Antonio Valencia (18.), Cristian Ramirez (23.) und Felipe Caicedo (46.) trafen in Quito. Sein Team sei in jeglicher Hinsicht unterlegen gewesen, gab Chiles Trainer Juan Antonio Pizzi nach Abpfiff zu.

Mitteilung brasilianischer Verband zu Neymar, Portugiesisch

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