Weltcup in Östersund

Biathlon: Mixedstaffel zum Auftakt auf Platz zwei

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Arnd Peiffer musste sich als Schlussläufer der deutschen Staffel lediglich Oldie-Superstar Ole Einar Björndalen und Norwegen geschlagen geben.

Östersund - Die deutsche Mixedstaffel im Biathlon verzeichnet einen gelungenen Start in den Weltcup und sichert sich bei schwierigen Windverhältnissen Rang zwei hinter Norwegen.

Nach dem gelungenen Auftakt nahmen sich die deutschen Biathleten herzlich in die Arme und strahlten um die Wette. Mit dem zweiten Platz in der Mixedstaffel ist das deutsche Quartett um Franziska Hildebrand, Laura Dahlmeier, Benedikt Doll und Arnd Peiffer im schwedischen Östersund glänzend in den WM-Winter gestartet. Einzig Norwegen um Superstar Ole Einar Björndalen verhinderte den ersten deutschen Auftaktsieg. 

Ärger darüber war allerdings überhaupt nicht zu spüren - viel größer war die Freude, dass es auch im dritten Jahr in Folge gleich auf Anhieb für das Podium reichte. "Am Anfang ist immer ein bisschen Unsicherheit da, wie fit man ist und wie sicher am Schießstand. Umso schöner ist es, wenn es dann direkt aufgeht", sagte Doll im ZDF. Peiffer ergänzte: "Wie können positiv in die Saison gehen." 

Hildebrand: „Ganz zufrieden mit dem Auftakt“

Startläuferin Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) leistete sich im eisigen Mittelschweden einen Nachlader und übergab mit 25,2 Sekunden Rückstand an Position sieben an Dahlmeier (Partenkirchen). "Mir hat es noch ein bisschen an Spritzigkeit gefehlt, aber ich bin doch ganz zufrieden mit dem Auftakt", sagte Hildebrand.

Verfolgungs-Weltmeisterin Dahlmeier brachte ihr Team anschließend zwar zwischenzeitlich auf den zweiten Rang nach vorne, vermied bei schwierigen Windverhältnissen im Stehendschießen aber nur knapp den Gang in die Strafrunde. "Ich habe echt kämpfen müssen und habe lange gebraucht. Ich war froh, dass ich die Strafrunde noch vermieden habe", sagte Dahlmeier. 

Italien läuft auf Rang drei

Die 23-Jährige, die bei der WM im Frühjahr in Oslo sensationell fünf Medaillen gewonnen hatte, zeigte jedoch in der Loipe eine starke Vorstellung und kämpfte sich wieder auf Platz drei. Doll (Breitnau) zeigte am Schießstand anschließend wenig Nerven und musste lediglich eine Extrapatrone verwenden, ehe er den früheren Sprint-Weltmeister Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) als Zweiten auf die Strecke schickte. Der 29-Jährige verteidigte seine Position souverän, konnte den bärenstarken Norweger Johannes Thingnes Bö allerdings nicht mehr einholen und kam mit 33,7 Sekunden Rückstand ins Ziel. Dritter wurde Italien. 

Während Dahlmeier erstmals überhaupt in ihrer Karriere Teil einer deutschen Mixedstaffel war, musste Simon Schempp aus seinem Hotelzimmer vor dem Fernseher zuschauen. Mehrere Infekte hatten den deutschen Vorzeigeläufer in den vergangenen beiden Monaten an einer perfekten Vorbereitung gehindert. "Wahrscheinlich werde ich am Anfang nicht gleich in der Form und Verfassung sein, die ich letztes Jahr hatte", sagte Schempp dem SID

2015 war er im ersten Einzelrennen des Winters als Zweiter auf Anhieb auf das Podest gestürmt. Nun musste der 28-Jährige aus Uhingen geschont werden. Im Training bereitet sich der ehemalige Staffel-Weltmeister auf den Klassiker über 20 km vor, am Donnerstag (18.00 Uhr/ARD und Eurosport) soll Schempp zum Einsatz kommen. Einen Tag zuvor absolvieren die Frauen ihren Klassiker über 15 km.

SID

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