Vor Deutschland-Spiel

Generalprobe geglückt: Italien mit 4:0-Sieg 

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Italien gab sich gegen Liechtenstein keine Blöße, haderte aber mit der Chancenverwertung.

Vaduz - Liechtenstein war kein ernsthafter Prüfstein für die italienische Fußball-Nationalmannschaft. Die Azzurri gewannen in Vaduz mit 4:0 (4:0) vor dem Länderspiel gegen WM-Champion Deutschland.

Die Generalprobe der Azzurri für das Duell gegen den Weltmeister glückte zwar, aber ganz zufrieden war Italiens Fußball-Nationaltrainer Giampiero Ventura nicht. "Die erste Halbzeit war gut, als wir vier Tore geschossen haben, doch in der zweiten haben wir viele Chancen liegen lassen", analysierte der Coach den 4:0 (4:0)-Erfolg in der WM-Qualifikation beim Fußball-Zwerg Liechtenstein in Vaduz.

"Das Spiel war ein pures Vergnügen für die Squadra im Hinblick auf den Klassiker gegen Deutschland", kommentierte dagegen Tuttosport wesentlich überschwänglicher. In der WM-Ausscheidung bleibt es damit beim Kopf-an-Kopf-Rennen in der Gruppe G mit Spanien (4:0 gegen Mazedonien); beide Teams weisen zehn Punkte nach vier Spielen auf.

Ventura hadert mit Chancenverwertung

Am Dienstag im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Deutschland bedarf es allerdings einer Leistungssteigerung der Italiener, die zuletzt bei der EURO in Frankreich im Viertelfinale gegen die DFB-Auswahl im Elfmeterschießen den Kürzeren gezogen hatte.

Ventura haderte derweil in Liechtenstein mit der verpassten Chancen, einen ähnlich hohen Sieg wie die Spanier gegen das Fürstentum (8:0) eingefahren zu haben: "Ein doppelt so hoher Sieg war möglich, aber entscheidend ist der Sieg. Die Spieler haben hart gearbeitet, sie haben viel unternommen, um den Gegner unter Druck zu setzen."

„Vier Tore genügen nicht“

Andrea Belotti (11./44.) vom FC Turin überzeugte mit einem Doppelpack, der ehemalige Dortmunder Ciro Immobile (12.) und Antonio Candreva (32.) von Inter Mailand erzielten die weiteren Treffer der Gäste. In der zweiten Hälfte konnte der Abwehrriegel der Liechtensteiner aber nicht mehr geknackt werden.

"Ventura testet neue Varianten, doch es fehlt an Konzentration und an Tempo", schrieb die Gazzetta dello Sport. Der Corriere dello Sera urteilte: "Vier Tore genügen nicht, um Spaniens Goleada nachzukommen. Trotzdem ist das Spiel gegen die Liechtensteiner für die Azzurri ein Spaziergang, ein Training mit einem intensiveren Tempo." Die richtige Standortbestimmung wird es am Dienstag in Mailand geben.

Ventura hofft, dass sein Team den nötigen Rhythmus für das Deutschland-Spiel in San Siro gefunden hat: "Wir haben die Früchte unserer Arbeit nicht geerntet, vielleicht gelingt das am Dienstag, dann können wir richtig stolz sein."

SID

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