Offenbar 720.000 Euro unterschlagen

Festnahme wegen Betrugsverdacht bei Bau von WM-Stadion

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Zwei Jahre vor dem Start fällt ein Schatten auf die WM 2018 in Russland.

Moskau - Zwei Jahre vor der WM in Russland wird das Turnier von einem Zwischenfall erschüttert. Wegen Unterschlagung einer sechsstelligen Eurosumme wurden ein Politiker festgenommen.

Wegen Betrugsverdachts beim Bau der Fußball-WM-Arena in St. Petersburg hat die russische Polizei den früheren Vize-Gouverneur der Stadt festgenommen. Marat Oganessjan soll mehr als 50 Millionen Rubel (rund 720.000 Euro) unterschlagen haben, die für eine Videoleinwand in dem Stadion eingeplant waren, teilte die Ermittlungsbehörde am Mittwoch der Agentur Tass zufolge mit. An der Arena für die Weltmeisterschaft 2018 wird seit acht Jahren gebaut.

In dieser Zeit sind die Kosten für das Prestigeprojekt am Newa-Fluss von ursprünglich 100 Millionen Euro auf das Sechsfache gestiegen. Die frühere Zarenmetropole St. Petersburg ist einer der Austragungsorte für den Confed Cup, an dem auch Weltmeister Deutschland teilnimmt. Das Turnier steigt vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 in vier Städten.

dpa

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