Geschäftsführer Mintzlaff preist sein Projekt

RB kontert Hoeneß: „Sind weit entfernt vom Etat des FCB“

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Oliver Mintzlaff wehrt sich gegen Kritik von Uli Hoeneß

Leipzig - Kritik aus München will RB Leipzig nicht auf sich sitzen lassen. Club-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat am Donnerstag eine Spitze Uli Hoeneß‘ umgehend gekontert.

Da hat Uli Hoeneß ein kleines Fern-Wortgefecht losgetreten: Dass er Respekt vor dem Emporkömmling RB Leipzig hat, hatte Uli Hoeneß am Donnerstag durchblicken lassen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich Red Bull Leipzig für sehr stark halte“, sagte der Bayern-Grande am Donnerstag dem Sender Sky. Und vergiftete sein Lob mit einem kleinen Seitenhieb auf die Finanzkraft der Leipziger: „Und wie ich den Herrn Mateschitz kenne, wird er, wenn es an Weihnachten notwendig ist, noch ein paar Milliönchen drauflegen.“

Die Reaktion des Bayern-Verfolgers aus Leipzig folgte binnen weniger Stunden. Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer des Bundesligisten, verteidigte am Donnerstagnachmittag das Projekt. "Wir haben wie alle Vereine auch ein Budget, an das wir uns halten. Wir haben tolle Transfers getätigt.“ Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Ralph Hasenhüttl hätten „einen tollen Job gemacht“, betonte der 41-Jährige in einem Interview mit Sky Sport News HD. „Wir sind weit entfernt vom Etat des BVB, Bayern, oder Gladbach."

„Das hilft auch der Bundesliga“

"RB ist das Beste, was der Bundesliga passieren konnte. RB war wichtig, um uns so zu entwickeln. Wir sind ein Zuhause für den Nachwuchs, eine tolle Starthilfe, das hilft auch der Bundesliga“, betonte er weiter.

Derzeit liegt der Aufsteiger RB Leipzig in der Bundesliga-Tabelle etwas überraschend auf einem starken zweiten Platz. Mit sechs Siegen und drei Unentschieden aus den ersten neun Spielen ist die Mannschaft noch ungeschlagen - und weckt damit Erinnerungen an den Siegeszug der TSG Hoffenheim in der Hinrunde der Saison 2008/2009. 

Auch damals hatte Hoeneß auf die Finanzstärke des unerwarteten Konkurrenten hingewiesen: "In Hoffenheim wird sehr professionell gearbeitet - und mehr bezahlt, als sie überall rumerzählen", sagte der damalige Bayern-Manager. Am Ende der Saison wurden die Bayern damals Zweiter. Allerdings hinter dem VfL Wolfsburg, nicht hinter Hoffenheim.

sid/fn

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