Prozess gegen seinen Kumpel eingestellt

Unfalltod von Malanda: Fahrer muss Geldstrafe zahlen

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Der angeklagte Fahrer (l.) des Todes-Autos muss 4000 Euro Strafe zahlen.

Minden - Der Prozess zum Unfalltod des Wolfsburger Profis Junior Malanda ist beendet. Der am Steuer sitzende Kumpel kommt mit einem blauen Auge davon.

Gegen eine Geldauflage in Höhe von 4000 Euro ist das Verfahren im Prozess um den tragischen Unfalltod des ehemaligen Wolfsburger Fußball-Profis Junior Malanda eingestellt worden. Dies entschied das Amtsgericht Minden am Montag.

Damit sah das Gericht von einer juristischen Strafe gegen den Fahrer des Wagens, in dem der Belgier tödlich verunglückte, ab. Das Fahrzeug war im Januar vergangenen Jahres wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der regennassen A2 von der Fahrbahn abgekommen.

Malanda befand sich auf dem Rückweg von einem Kurzurlaub nach Wolfsburg. Am darauffolgenden Tag reisten die Profis des letztjährigen deutschen Pokalsiegers zu einem Trainingsaufenthalt nach Südafrika.

Tödliche Autofahrt wegen Handy und Playstation

Wolfsburg verabschiedet sich von Malanda.

Während des Prozesses kamen weitere traurige Details zu Malandas Todesfahrt ans Tageslicht. So wollte der Belgier eigentlich von Brüssel nach Hannover fliegen, merkte jedoch am Flughafen, dass er sein Handy und die Playstation vergessen hatte. Deshalb ließ er sich von einem Kumpel nach Deutschland fahren.

Auch auf der Tour spielte das Handy Schicksal für Malanda. Laut des Aussagen im Gerichtssaal hatte der Profi seinen Gurt abgeschnallt, weil er sich im Fußraum des Autos nach dem Ladekabel für sein Telefon bückte - ein tödlicher Fehler...

mol mit Material vom sid

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