Ex-Bayern-Spieler im Trikot der Wölfe

Mario Gomez vor seinem Bundesliga-Comeback

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Mario Gomez kehrt nach 1211 Tagen in die Bundesliga zurück.

Hamburg/Wolfsburg - Exakt 1211 Tage nach seinem letzten Punktspiel beim deutschen Rekordmeister an der Isar will sich der Nationalspieler bei den Wölfen wieder auf der deutschen Fußballbühne präsentieren. Sein Ziel: den VfL wieder ins internationale Geschäft befördern.

Denn da gehören die Norddeutschen, davon ist der 31-Jährige überzeugt, im nächsten Jahr wieder hin. Bayern München, AC Florenz, Besiktas Istanbul und nun VfL Wolfsburg? - für Mario Gomez ist diese Entwicklung alles andere als ein sportlicher Abstieg. "Es ist mir ziemlich egal, was andere sagen. Ich bin mega-happy hier", stellt der neue Torjäger der Niedersachsen vor seinem Bundesliga-Debüt im VfL-Trikot am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln klar.

"Vor zwei Jahren hatte der VfL ein Superjahr, das vergangene war nicht so gut. Dann kommt jetzt hoffentlich wieder ein Superjahr", formuliert der gebürtige Schwabe mit andalusischen Wurzeln voller Optimismus. Bayern und Dortmund "sind wohl nicht erreichbar, aber wir wollen ganz vorne mit rein".

Wolfsburg mit gutem Start - auch ohne Gomez

Dafür haben die Wolfsburger auch ohne ihren neuen Stoßstürmer schon den ersten kleinen Grundstein gelegt. Während Gomez noch seinen bei der Europameisterschafts-Endrunde in Frankreich erlittenen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskurierte, erreichte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking die zweite DFB-Pokalrunde und auch in der Bundesliga wurde bereits der erste Sieg (2:0 beim FC Augsburg) eingefahren.

Dessen ungeachtet freut sich der Coach auf den Pflichtspieleinstand von Gomez: "Wenn Mario nur annähernd die Torquote erreicht, die er bei anderen Klubs erreicht hat, ist er eine Riesenverstärkung für uns." Zuletzt bei Besiktas wurde der Angreifer nicht nur türkischer Meister, sondern auch mit 26 Treffern Torschützenkönig der Süper Lig.

Hohe Erwartungen an den Nationalspieler

Auch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs erwartet viel von der neuen Offensivkraft, die mit einer Ablösesumme von sieben Millionen Euro vergleichsweise günstig zu haben war. "Mario ist schließlich der Stürmer für Deutschland. Wir sind überglücklich, dass wir ihn für uns gewinnen konnten", formuliert der Ex-Nationalspieler.

Dass sein Treffer ein Freundschaftsspiel des Bundesligisten in der vergangenen Woche gegen den Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden (1:0) entschied, will Gomez nicht überbewerten: "Es war nur ein Test, nicht mehr und nicht weniger." Aber eben auch ein Indiz dafür, dass es mit Gomez in Wolfsburg funktionieren könnte...

SID

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