Kleinere Zwischenfälle

13 Verletzte, ansonsten friedlich: So war die Pokal-Party

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Fans auf dem Breitscheidplatz in Berlin.

Berlin - Leidenschaft und Kampf auf dem Platz, Party und Freude bei den Fans auf den Rängen und in der Stadt: Berlin feiert ein friedliches Fußballfest, bei dem die Bayern am Ende die Oberhand behalten.

Ohne größere Zwischenfälle sind das Pokalfinale mit dem Bayern-Sieg und die Fanfeste am Samstag in Berlin über die Bühne gegangen. Die Polizei sprach bis kurz nach dem Spielende von „absolut ausgelassener Stimmung“. Es blieb zwischen den Fanlagern zwischen Borussia Dortmund und Bayern München zumeist bei verbalen Konfrontationen, sagten Sprecher der Berliner und der Bundes-Polizei.

Weder in Berlin noch in Dortmund sei es zu größeren Zwischenfällen gekommen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntagmorgen. Die Dortmunder Fans seien „ruhig und gesittet“ aus Berlin abgereist. Auch die Berliner Polizei stellte „bis auf ein paar übliche Kleinigkeiten wie Pinkeln auf die Fahrbahn“ keine nennenswerten Zwischenfälle fest.

"Es gab zwar Festnahmen und Verletzungen, doch angesichts der großen Menschenmasse in der Stadt hielt sich alles im Rahmen", sagte ein Polizeisprecher dem SID am Sonntag.

70 Strafanzeigen und 57 vorübergehende Festnahmen registrierte die Polizei. Dabei ging es um Diebstahl, Körperverletzung oder um den Einsatz von Pyrotechnik. 13 Personen wurden verletzt, vier von ihnen waren Polizisten.

Auch in der Nacht nach dem Abpfiff blieb es ruhig, die Bayern-Fans verzichteten auf größere Triumphpartys. "Viele Anhänger haben Berlin direkt nach dem Finale per Auto oder Zug wieder verlassen", sagte der Sprecher.

Auch in der Dortmunder Innenstadt, wo sich mehr als 11 000 Fans zum Public Viewing versammelt hatten, blieb es trotz der knappen BVB-Niederlage relativ ruhig. Die Bundespolizei registrierte fünf Körperverletzungsdelikte mit elf verletzten Personen, die aber nur leichte Blessuren erlitten.

Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen beim Einlass am Berliner Olympiastadion gelang es einigen Anhängern, Pyrotechnik ins Innere zu schmuggeln. Kurz vor Anfang der zweiten Hälfte stiegen dicke Rauchschwaden aus einem Fanblock der Dortmunder auf. Gezündete Bengalos vernebelten das Rund. „Das war bislang der größte Zwischenfall“, erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei.

Leichteren Ärger mit Pyrotechnik gab es bereits tagsüber am Breitscheidplatz, dem Haupttreffpunkt der Borussia-Fans. Hier feierten bis zu 4000 Fans bei Bier, Bratwurst und Musik von Helene Fischer. Lediglich drei Dortmund-Anhänger wurden vorläufig festgenommen, weil sie auch hier Bengalos und Pyrotechnik gezündet hatten. Laut Borussia Dortmund sollen sich mehr als 80 000 Borussia-Anhänger in Berlin aufgehalten haben.

Wer kein Ticket fürs Stadion ergattert hatte, pilgerte zum Public Viewing in den Sommergarten auf dem Messegelände. Bis zu 14 000 BVB-Fans sollen sich hier getummelt haben.

Die Bayern-Anhänger versammelten sich tagsüber vor allem auf dem Alexanderplatz. Rund um die Weltzeituhr unter dem Fernsehturm bildete sich eine riesige rote Traube, an den Imbissbuden war Currywurst en masse gefragt. Fanfeiern nach dem Spiel waren auf dem Kudamm geplant.

Landes- und Bundespolizei kündigten an, bis in den Sonntagmorgen hinein mit großer Präsenz im Berliner Stadtgebiet vor Ort zu sein.

dpa

 

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