FCB „fußballerisch weh tun“

Große Pläne: So will 1899-Coach Nagelsmann Bayern schlagen

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Julian Nagelsmann beim Spiel seiner TSG Hoffenheim gegen den 1.FC Köln

Sinsheim - Trainer Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim rechnet sich gegen den FC Bayern Chancen für eine Überraschung aus: Er hat einen Plan, um den Rekordmeister zu schlagen.

Der gerade mal 29 Jahre alte Coach gibt sich vor dem Spitzenspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) betont selbstbewusst. "Wir versuchen, sie auf dem falschen Fuß zu erwischen. Wenn wir einen guten Tag haben und Bayern vielleicht keinen absoluten Sahnetag erwischt, dann ist in jedem Bundesligaspiel was möglich - auch in München", sagte Nagelsmann, für den es als Coach das erste Kräftemessen überhaupt mit dem Rekordmeister ist.

Er nahm seine Mannschaft vor dem Duell mit den um vier Punkte besseren Bayern in die Pflicht. "Ich erwarte, dass man sieht, was wir können", erklärte Nagelsmann: "Der Schlüssel gegen Bayern ist das Vertrauen in die eigene Leistung."

Vom Reiz, dem FC Bayern „fußballerisch weh zu tun“

Selbstvertrauen haben die Kraichgauer nach zuletzt fünf Siegen in Folge und dem Sprung auf Platz drei der Tabelle allemal. Zu hoch hängen wollte Nagelsmann das Duell mit dem Seriensieger aber nicht: "Wenn man vom Spiel des Jahres spricht, kann es sein, dass die Spieler vor Ehrfurcht erstarren. Aber wir haben uns das erarbeitet, dass es ein Spitzenspiel ist. Daraus muss man positive Energie ziehen."

Von Bayern München spricht der junge Trainer in den höchsten Tönen - auch vor seiner Mannschaft: "Dann ist der Reiz, ihnen fußballerisch weh zu tun, größer", meinte "Psychologe" Nagelsmann.

Große Anerkennung zollt er auch Bayern-Coach Carlo Ancelotti. "Jeder Trainer trägt den Traum in sich, einen Bruchteil der Titel zu holen, die Ancelotti gewonnen hat", sagte Nagelsmann über den Italiener.

Auch der Gegner ist natürlich vorbereitet. Insbesondere Mats Hummels kennt sich bei den Kraichgauern gut aus. Aus einem kuriosen Grund.

sid

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