Experten fällen "plumpe Urteile"

Khedira: Kritik um Führungsspieler ist "Comedy"

+
Sami Khedira kann die Kritik an der DFB-Mannschaft nicht verstehen.

Evian - Weltmeister Sami Khedira kann die Diskussionen um die Führungsspieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht verstehen und gibt allen sogenannten Experten Kontra. 

"Dass man bei so vielen Persönlichkeiten, die führen wollen und führen können, eine Führungsspieler-Debatte anfängt, ist ja Comedy", sagte der 62-malige Nationalspieler dem kicker (Montagausgabe). 

EM 2016: Das sind die Gruppen-Gegner der DFB-Elf

"Was Führungsspieler betrifft, war eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft noch nie so breit aufgestellt wie zurzeit", führte der Profi von Juventus Turin weiter aus. Manuel Neuer sei "der weltbeste Torhüter, Jerome Boateng einer der besten Verteidiger, Thomas Müller redet immer Klartext, Mats Hummels' Wort hat Gewicht, unser Kapitän Bastian Schweinsteiger ist auf der ganzen Welt anerkannt. Dann gibt es auch meine Wenigkeit, die auch schon ein bisschen was erreicht hat", sagte Khedira.

Glanz verloren? "Plumpe Urteile"

Auch die Einschätzungen, dass der Weltmeister seinen bei der WM in Brasilien gezeigten spielerischen Glanz verloren habe, nannte der 29-Jährige "plumpe Urteile. Man kann doch von uns nicht erwarten, dass wir gegen solch defensiv eingestellte Mannschaften wie die Ukraine oder Polen Feuerwerke abbrennen".

Den Mittelfeldspieler stören auch die Debatten um die Taktik. "Seit Pep Guardiola nach Deutschland gekommen ist, denkt offenbar jeder, er muss den Fußball neu erfinden, das ist ja irrsinnig", monierte Khedira: "Fußball ist mehr als Taktik, es ist und bleibt ein einfaches Spiel."

SID

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren