Halbfinale gegen Frankreich

So will Thomas Müller seine Torflaute überwinden

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So will Thomas Müller im Halbfinale Deutschland gegen Frankreich seine Torflaute überwinden.

Evian - So will Thomas Müller im Halbfinale Deutschland gegen Frankreich seine Torflaute überwinden.

Fünfmal stand Thomas Müller bei dieser EM auf dem Platz – fünf Mal verließ er ihn ohne eigenen Treffer. Deshalb wird inzwischen mehr über seine anhaltende Torflaute statt über seinen Anteil am Mannschaftserfolg gesprochen. Doch dem Star des FC Bayern ist das egal – er will lieber siegen als glänzen! Das fehlende Erfolgserlebnis belastet ihn kein bisschen, sein Fokus liegt ohnehin nicht auf dem Titel des Torschützenkönigs. Ihn treibt etwas anderes an. Etwas Größeres. „Tore sind nicht mein Benzin. Sie sind vielleicht der Speziallack auf dem Auto, der nach außen gut aussieht. Mein Benzin, mein Antrieb ist es, mit der Mannschaft Großes zu leisten. Nach dem WM-Titel auch noch bei der EM zu triumphieren, ist nämlich nichts Alltägliches“, betont der 26-Jährige. Dabei erinnert er sich an die WM 2010. „Da bin ich Torschützenkönig geworden, aber wir sind im Halbfinale rausgeflogen. Da war das Erlebnis mit dem WM-Titel in Brasilien um ein Zigfaches schöner und werthaltiger – nicht nur für den DFB, sondern für das ganz Fußball-Deutschland“, merkt der Münchner an.

Trotz der Torflaute hat er seine Lockerheit nicht verloren. „Ich rede nicht viel weniger als vorher, bin genauso wie immer“, versichert der Gute-Laune-Macher des deutschen Teams. Auch Oliver Bierhoff macht sich keine Sorgen um Müller. „Thomas ist erfahren genug, um sein Pulver am Ende zu verschießen“, grinste der Manager und hat nicht das Gefühl, dass dem Superstar seine persönliche Situation zusetzt: „Wenn Sie im Duden das Wort Lockerheit nachschlagen, ist da ein Bild von Thomas Müller zu finden.“

Deutschland gegen Frankreich: Wird Müller jetzt Stoßstürmer? 

Doch langsam ist nicht nur Müller selbst, sondern auch die Mannschaft auf seine Tore angewiesen. Mit Mario Gomez fällt ein wichtiger Fixpunkt im deutschen Angriff für den Rest des Turniers aus. Mit zwei Treffern war er bislang der beste deutsche Schütze. Gut möglich, dass Müller jetzt in seine Rolle als Stoßstürmer schlüpft.

Was zu tun ist, weiß der gebürtige Pähler. „Ich muss mich in die Zweikämpfe hauen und im Strafraum auf den ersten Pfosten gehen. Wie ein Stürmer eben – wenn ich denn dort spiele“, gibt sich Müller vor dem Duell mit dem Gastgeber gelassen. „Ein Tor würde mir natürlich Ruhe geben. Insbesondere vor euren Fragen“, schmunzelte der Rechtsfuß gestern Mittag. Intern zweifelt ohnehin keiner an ihm. „Bei Thomas habe ich das Gefühl, dass er dann einen reinmacht, wenn wir wirklich mal ein Tor brauchen“, ist Jogi Löw überzeugt , und auch Bierhoff meinte angesichts der Entwicklungen im Turnier: „Langsam spitzt sich die Lage zu. Und genau dann kommt Thomas, um zu explodieren.“ Morgen wäre der perfekte Zeitpunkt.

Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Halbfinale Deutschland - Frankreich live im TV und Live-Stream sehen können. Und bieten einen Faktencheck zum Halbfinale sowie einen Blick auf die mögliche Aufstellung.

sw

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