Draxler und Höwedes auf der Kippe

Vor Nordirland-Partie: Das sollte Löw ändern

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Jogi Löw wird wohl in der Offensive umstellen. 

Evian - Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem letzten EM-Gruppenspiel gegen Nordirland angekündigt, dass es "durchaus Veränderungen geben könnte". Vor allem in der Offensive scheint es Handlungsbedarf zu geben.

Die ganz große Rotation ist trotz des zähen 0:0 gegen Polen aber nicht zu erwarten. Wackelkandidaten dürften aber zumindest Benedikt Höwedes und vor allem Julian Draxler sein.

Kapitän Bastian Schweinsteiger darf hingegen zumindest auf einen Kurz-Einsatz hoffen. "Ich denke schon", sagte Löw in der ARD auf die Frage, ob der 31-Jährige, der nach seiner Einwechselung im ersten Spiel gegen die Ukraine (2:0) getroffen hatte, gegen die Nordiren spielen werde: "Bastian ist ein Spieler, den wir jetzt ein bisschen heranführen müssen, weiter einbauen müssen für die entscheidenden Spiele bei dem Turnier. Er ist schon wichtig."

Dem ebenfalls zitternden Mario Götze stärkte Löw wie den bisher auch schwachen Mesut Özil und Thomas Müller demonstrativ den Rücken, auch von Sami Khedira wird er wahrscheinlich nicht abrücken. Eine Taktik-Änderung auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette hat Löw zumindest für dieses Spiel ausdrücklich ausgeschlossen.

Gomez für Götze? Bringt Löw den echten Neuner?

Vorne links könnte statt Draxler dessen Wolfsburger Klubkollege André Schürrle spielen - mit 36 Einwechslungen in 54 Länderspielen eigentlich Dauer-Joker. Möglich erscheint auch, dass Löw die schwache Offensive dadurch ankurbeln will, dass er Götze von der Sturmspitze nach links beordert und Mario Gomez davor stellt. Auch Götze rechts und Müller im Sturmzentrum wäre eine mögliche Variante. Eine Alternative zu Rechtsverteidiger Höwedes könnte Joshua Kimmich sein, die Tendenz geht aber offenbar klar zu dem Schalker Platzhalter.

Neben ihm verteidigen vor Kapitän Manuel Neuer natürlich wieder Jerome Boateng, Mats Hummels und Jonas Hector. Das zentrale Mittelfeld bilden Khedira und Toni Kroos, das offensive hinter Götze dann Müller, Özil und eben wahrscheinlich Schürrle.

DFB-Auswahl will gegen Nordirland Stärke demonstrieren

Die DFB-Elf will im EM-Gruppenfinale gegen Nordirland endlich groß auftrumpfen und die Titel-Zweifel in der Heimat nach zwei durchwachsenen Auftritten zerstreuen. „Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir das bessere Team sind. Damit die Nordiren gar nicht erst den Glauben entwickeln, gegen uns gewinnen zu können“, erklärte Innenverteidiger Mats Hummels 24 Stunden vor dem Gruppenfinale am Dienstag (18.00 Uhr/ARD) in Paris.

Bundestrainer Joachim Löw, der sich mit einer leichten Erkältung plagt, glaubt an die Stärke seiner Elf. Und auch Teammanager Oliver Bierhoff ist sicher: „Wir haben viele Spieler, die ständig solche Spiele haben, die sehen es ganz nüchtern. Sie wissen um ihre Stärke. Das werden wir entsprechend umsetzen.“

Abwehrboss Jérôme Boateng und seine Kollegen möchten mit einem möglichst klaren Sieg nicht nur Platz eins in der Gruppe C ergattern, sondern auch dafür sorgen, dass sich bei den Fans in der Heimat die Skepsis in Zuversicht verwandelt. Denn noch hat der Weltmeister bei der Europameisterschaft in Frankreich das Feuer nicht entzündet.

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SID

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