Offensive der Équipe flößt Respekt ein

Vorsicht, Jogi! Frankreichs Stürmer sind Neuer-Spezialisten

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Olivier Giroud und Antoine Griezmann (r.) könnten die deutsche Abwehr vor einige Probleme stellen.

Evian-les-Bains - Die Offensive der Franzosen flößt der deutschen Nationalmannschaft Respekt ein. Olivier Giroud und Antoine Griezmann haben gegen Torhüter Manuel Neuer schon getroffen.

Manuel Neuer hat nicht widersprochen, als er Dienstag mit der These konfrontiert wurde, Olivier Giroud müsste für ihn ein Angststürmer sein. Zwei Tore machte der Franzose auf Vereinsebene – mit dem FC Arsenal in der Champions League – gegen den Bayern-Torhüter Neuer, zwei weitere Treffer als Nationalspieler mit der Equipe tricolore.

Tatsächlich hat Giroud gegen die Deutschen immer gut ausgesehen. Doch als die Franzosen im Februar 2012 etwas überraschend 2:1 gewannen und er eines seiner zwei Länderspieltore gegen den DFB fabrizierte, stand im deutschen Tor Tim Wiese. Die Partie fand in Bremen statt, und Wiese war damals noch Werderaner und nicht Wrestler.

Der Große und die beiden Kleinen

Kein Gegner bei der EM flößt den Deutschen einen dermaßenen Respekt ein (das Wort „Angst“ ist nicht vorgesehen) wie Frankreich mit seiner Offensivkraft. Die Polen mit Robert Lewandowski kannte man ja ganz gut, die Italiener mit Pellé und Eder hielt man für berechenbar, doch bei Frankreich weiß man gar nicht, wem man mehr Beachtung schenken soll: Giroud mit seiner aus einer Körperlänge von 1,92 Metern sich ergebenden Kopfballstärke – „oder den beiden Kleinen“ (Joachim Löw). Dimitri Payet (1,75 m) hat seinen EM-Lauf, Antoine Griezmann (1,76 m) hat der Bayern-Fraktion im Nationalteam zugesetzt, als er die Münchner mit Atletico Madrid im Halbfinale der Champions League eliminierte (er schoss in München das Auswärtstor, das Atletico dank der UEFA-Arithmetik ins Finale brachte). Manuel Neuer sieht in dem 25-Jährigen einen annähernd perfekten Stürmer, „der nicht groß ist, beim Kopfball aber ein gutes Timing hat“.

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Das letzte Spiel hat Deutschland gegen Frankreich verloren. Aber es war die Partie vom 13. November 2015. Und sie hatte eine Geschichte, die es verbietet, den Fußball in den Vordergrund einer Nachbetrachtung zu stellen. Joachim Löw hat sich das Spiel kein zweites Mal angesehen. Er hat andere Quellen ausgewertet und ist mit diesen zum Schluss gekommen, „dass Frankreich jetzt etwas anders spielt als bei der WM in Brasilien“. Da war es der Gegner im Viertelfinale, die Deutschen sind auch damals – wegen ihrer schwachen Achtelfinalleistung gegen Algerien – nicht als Favorit ins Spiel gegangen. Es wurde dann zum Schlüsselmoment der WM. Die deutsche Elf war wieder ganz bei sich. „Das frühe Tor von Mats Hummels hat uns begünstigt, Frankreich hatte danach schon einige sehr gute Chancen“, erinnert sich Joachim Löw ans 1:0-Match in Rio zurück. Griezmann blieb wirkungslos, Giroud kam erst in der 85. Minute.

gük

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