Ex-Trainer kritisiert Heldt und Tönnies

Magath über Schalke: "Es ist ein Jammer"

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Felix Magath war von Juli 2009 bis März 2011 als Trainer und Manager bei Schalke 04 aktiv.

Gelsenkirchen - Felix Magath führte als Trainer und Manager Schalke 04 auf Platz zwei der Tabelle. An seinem Manager-Nachfolger und am Aufsichtsratschef übt er harsche Kritik. 

Fußball-Trainer Felix Magath übt Kritik an der Entwicklung seines ehemaligen Vereins Schalke 04. „Es ist ein Jammer, wie der FC Schalke 04 in der Tabelle dasteht“, sagte der 62-Jährige im Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Solch ein Club, mit einer riesigen Fan-Basis, mit dieser Tradition, dieser Größe und diesen Emotionen müsste eigentlich dauerhaft hinter dem FC Bayern die Nummer zwei in Deutschland sein und zu den Top-Clubs in Europa gehören“, befand Magath, der den Revierclub in Doppelfunktion als Trainer und Manager von Juli 2009 bis März 2011 betreute.

Magath, der Schalke 2010 überraschend auf den zweiten Platz in der Meisterschaft geführt hatte, sieht bei Schalke strukturelle Probleme. Dem Verein fehle es durch viele Trainerwechsel im Gegensatz zum enteilten Rivalen Borussia Dortmund zudem an Kontinuität und einer langfristigen Philosophie. „Schalke hat seit 2011, also in fünf Jahren, bereits den sechsten Cheftrainer. Aber die handelnden Personen, die darüber entscheiden, sitzen immer noch auf ihren Positionen“, sagte Magath mit einem Seitenhieb auf seinen Manager-Nachfolger Horst Heldt, der im Sommer vom Mainzer Christian Heidel abgelöst wird, und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies.

Mit dem BVB, der vor dem Revierderby am Sonntag (15.30 Uhr) als Zweiter 23 Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten Schalke aufweist, befindet man sich laut Magath derzeit nicht auf Augenhöhe. „Beim BVB läuft es vor allem stabil, auf Schalke nicht.“

dpa

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