Achtelfinale vor Augen

Erster Matchball für den BVB: Frustabbau in der Königsklasse

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Thomas Tuchel erwartet gegen Sporting Lissabon eine schwierige Partie. Foto: Paulo Duarte

Dortmund - So früh gelang dem BVB erst einmal der Achtelfinal-Einzug in der Champions League. Mit einem Sieg über Lissabon wäre das erste Saisonziel bereits nach dem vierten Gruppenspiel erreicht. Damit wäre der Kopf frei für die avisierte Aufholjagd in der Bundesliga.

Neuer Monat, neues Glück. Nach einem ernüchternden Oktober ohne Bundesligasieg hofft Borussia Dortmund auf ein Ende der herbstlichen Tristesse. Die erste Chance zum Frustabbau bietet sich im Champions-League-Duell am Mittwoch (20.45 Uhr) mit Sporting Lissabon.

Anders als auf nationaler Bühne steht der BVB in der Königsklasse glänzend da und würde sich mit einem Sieg vorzeitig für das Achtelfinale qualifizieren. Das käme Sportdirektor Michael Zorc gerade recht: "Wir wollen unsere gute Ausgangsposition unbedingt mit einem Sieg untermauern, weil wir danach eine Fokussierung auf die Liga brauchen. Das ist unser Hauptwettbewerb."

Binnen weniger Wochen ist der Abstand zum FC Bayern auf acht Zähler angewachsen. Selbst der eigentlich ins Visier genommene Rang zwei liegt bereits sechs Punkte entfernt. Ein schneller Einzug in die K.o.-Runde der Champions League könnte helfen, Kräfte für die Aufholjagd in der Bundesliga zu schonen. Noch beurteilt Weltmeister Matthias Ginter die Lage gelassen: "Klar hinken wir in der Liga leider etwas hinterher. Aber ich denke, das ist für unsere junge Mannschaft gar nicht schlecht, durch solche Phasen zu gehen. Wir werden gestärkt daraus hervorgehen."

Mit einem Erfolg über Lissabon soll ein erstes Signal gesetzt werden. Das 2:1 in der portugiesischen Hauptstadt am 18. Oktober verbesserte die Aussicht auf die erst zweite Achtelfinal-Qualifikation des BVB bereits nach dem vierten Gruppenspiel. Dieses Kunststück war bisher nur in der Saison 2014/15 gelungen. Der Revierclub führt die Tabelle der Gruppe F weiter mit sieben Punkten vor Real Madrid (7), Lissabon (3) und Legia Warschau (0) an. Schon ein Remis am Mittwoch wäre akzeptabel, weil damit der direkte Vergleich mit Sporting vor dem vermeintlich leichten Heimspiel gegen Warschau an die Borussia ging.

Zur Freude von Trainer Tuchel schwinden langsam aber sicher die Personalprobleme, die ihm in den vergangenen Wochen mächtig zu schaffen machten. So stehen mit André Schürrle, Raphael Guerreiro und Gonzalo Castro drei Leistungsträger vor der Rückkehr in die Startelf. Das schürt die Hoffnung auf mehr Offensivstärke, die den BVB noch im September bei Kantersiegen über Legia Warschau (6:0), Darmstadt (6:0) und Wolfsburg (5:1) ausgezeichnet hatte.

Ähnlich wie die Borussia verlor auch Sporting in der heimischen Liga zuletzt an Boden. Nach drei Remis in Serie rutschte das Team von Trainer Jorge Jesus auf Rang vier ab. Wenig ermutigend ist auch die bisherige Ausbeute bei Spielen in Deutschland. In zwölf Partien gab es bei einem Unentschieden elf Niederlagen. Doch von dieser negativen Bilanz will sich Tuchel nicht blenden lassen: "Wir werden uns auf das beste Sporting vorbereiten. Alles andere wäre sehr leichtsinnig und unprofessionell."

Der Fußball-Lehrer, der momentan sein erstes Tief in Dortmund seit seinem Amtsantritt im Sommer 2015 erlebt, erwartet ein Duell auf Augenhöhe: "Wir brauchen das komplette Paket, das wir schon in Lissabon geliefert haben. Wenn wir in der Lage sind, auswärts zu gewinnen, ist es auch Sporting. Deshalb sind wir auf der Hut."

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