„Machen uns schlau“

Bierhoff und Löw basteln eifrig an der Zukunft

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Jogi Löw (l.) und Oliver Bierhoff planen die Zukunft des DFB-Teams.

Mailand - Mit dem Klassiker gegen Italien endet am Dienstag das Länderspieljahr für Weltmeister Deutschland. Joachim Löw und Oliver Bierhoff planen aber schon die Zukunft.

Podolski-Abschied, Confed Cup, WM 2018: Nach dem Ende des Länderspieljahres sind die Planungen für die Zukunft bei Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff in vollem Gange. Die Quartier-Suche für die Mission Titelverteidigung in Russland genießt beim Fußball-Weltmeister oberste Priorität, obwohl in der Qualifikation noch nicht einmal Halbzeit ist. "Wir schauen uns da jetzt schon um, machen uns jetzt schon schlau, so viel Selbstvertrauen haben wir auch unabhängig von der Qualifikation, dass wir das immer frühzeitig machen", sagte Bierhoff schon vor dem Klassiker gegen Italien am Dienstagabend in Mailand.

Ein Campo Bahia wie vor zwei Jahren bei der WM in Brasilien könne man aber nicht überall hinbauen. Dies werde in Russland nicht möglich sein, so Bierhoff. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwägt ein Quartier rund um die russische Hauptstadt.

"Wir müssen wie immer entscheiden, bevor die Auslosung stattfindet und wir deshalb noch nicht unsere Spielorte kennen. Derzeit hat es den Anschein, dass rund um Moskau die besten Quartier-Optionen sind", sagte Bierhoff, der die Auslosung für den Confed Cup (17. Juni bis 2. Juli 2017) am 26. November in Kasan mit Löw dazu nutzen wird, sich Gegebenheiten vor Ort anzuschauen.

Bei Löw laufen die Planungen für das Turnier im kommenden Jahr auf Hochtouren. Der Bundestrainer bezeichnete die WM-Generalprobe mit acht Mannschaften zuletzt als "Perspektivturnier". Einigen gestandenen, turniererfahrenen Profis wird er daher eine Auszeit im nächsten Sommer gönnen. Eine lange Pause für die strapazierten Spieler vor der kräftezehrenden WM-Saison ist Löw wichtig. "Klar ist, dass wir beim Confed Cup nicht alle dabei haben werden", sagte Löw.

Aufstrebende Spieler sollen auch mit Blick auf die WM weiter Erfahrung sammeln. "Es bleibt unser Ziel, junge Spieler heranzuführen. Das muss nicht immer in wenigen Wochen passieren, sondern über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren", erklärte Löw, der ein klares Ziel vor Augen hat: "Wir wollen unseren WM-Titel verteidigen."

Lukas Podolski wird dabei nicht mehr helfen. Der Weltmeister erhält zum Start ins neue Länderspieljahr am 22. März in Dortmund im Prestigeduell gegen England sein verdientes Abschiedsspiel. Vier Tage später setzt die DFB-Auswahl in Aserbaidschan die bisher makellose WM-Qualifikation fort.

Das Jahr 2016 bezeichnete Bierhoff als "positiv", auch wenn man den EM-Titel nicht gewonnen habe. "Der Start nach der EM macht mir unheimlich Freude. Man merkt den Schwung, dass eine neue Mannschaft entsteht. So kann es weitergehen", sagte Bierhoff. Denn die Nationalmannschaft hat auch weiterhin große Ziele.

Das sind die nächsten Termine:

22. März 2017: Deutschland - England in Dortmund (20.45, übertragender Sender noch offen)

26. März 2017, WM-Quali: Aserbaidschan - Deutschland (18.00/RTL)

10. Juni 2017, WM-Quali: Deutschland - San Marino (20.45/RTL)

17. Juni bis 2. Juli 2017: Confed-Cup in Russland (Deutschland als Weltmeister qualifiziert)

1. September 2017, WM-Quali: Tschechien - Deutschland (20.45/RTL)

4. September 2017, WM-Quali: Deutschland - Norwegen (20.45/RTL)

5. Oktober 2017, WM-Quali: Nordirland - Deutschland (20.45/RTL)

8. Oktober 2017, WM-Quali: Deutschland - Aserbaidschan (20.45/RTL)

sid

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