Anna Loos hatte ja keine Ahnung

Trikot-Eklat bei RB-Leipzig-Party: Sängerin gibt sich unschuldig

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Anna Loos und ihre Band "Silly".

Leipzig - Am Pfingstmontag kam es zum großen Eklat bei der Aufstiegsfeier von RB Leipzig. Anna Loos trat mit ihrer Band "Silly" auf, jedoch in Trikots anderer Ost-Klubs. Die Fans pfiffen das Konzert gnadenlos nieder.

So war das wohl nicht geplant. Die Band "Silly" um Frontfrau Anna Loos sorgte bei der Aufstiegsfeier von RB Leipzig am Sonntag für reichlich Aufregung. Denn: Die Band-Mitglieder trugen Trikots anderer Ost-Klubs, darunter Union Berlin, Hansa Rostock, Dynamo Dresden und 1. FC Magdeburg. Einzig der Schlagzeuger Ronny Dehn trug ein Leipziger Aufstiegs-T-Shirt mit der Aufschrift "Wir sind E1ns". Doch das konnte die Leipziger Fans nicht milde stimmen. Die Band wurde von den 20.000 Zuschauern ausgepfiffen und verschwand schnell wieder von der Bühne. Bereits am Montag berichteten wir über den Vorfall.

Jetzt hat Anna Loos Stellung zu dem Vorfall bezogen. Die Sängerin und Partnerin von Schauspieler Jan-Josef Liefers möchte offenbar etwas richtig stellen.

Anna Loos: Alles nur ein Missverständnis

Gegenüber der Bild sagte die 45-Jährige: "Der MDR hat uns zu einem Fußballfest für die ostdeutschen Klubs eingeladen. Also haben wir verschiedene Trikots von Vereinen angezogen, denen wir von unserer Herkunft her nahe stehen. Das sollte kein Affront gegenüber RB Leipzig sein. Hätte der MDR uns zu einer Aufstiegsparty von RB eingeladen, wären wir natürlich alle geschlossen in den Trikots des Leipziger Vereins aufgetreten."

Auf der Aufstiegsfeier von RB auf dem Leipziger Marktplatz kam es zum Eklat. 

Eine merkwürdige Begründung, sollte man als fußballbegeisterter Fan doch wissen, dass RB Leipzig gerade in die 1. Liga aufgestiegen ist und diese Party alleine den "Roten Bullen" gewidmet war - zumal der Schlagzeuger ja ein entsprechendes Leipzig-Shirt trug. Die Aktion sollte wohl eher eine Provokation gegenüber dem Brause-Klub sein und darauf aufmerksam machen, dass Traditionsvereine in Ostdeutschland nicht die Möglichkeiten und die finanzielle Kaufkraft wie RB Leipzig haben. 

Beim MDR war man entsetzt über den Auftritt der Band, denn über das Vorhaben war der Sender zuvor nicht informiert worden. Anna Loos musste backstage jede Menge unangenehme Fragen beantworten. Mit der Übertragung konnte der Mitteldeutsche Rundfunk aber insgesamt trotzdem ganz gut leben. Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi: "Leipzig hat drei Stunden gefeiert, wir sind mit der Übertragung zufrieden."

Einzig RB-Vorstand Oliver Mintzlaff nahm das ganze mit Humor: „Von uns aus hätte Anna Loos auch ein zweites Mal auftreten können. Wir haben über den ersten Auftritt geschmunzelt. Ich freue mich für Dynamo und Aue, dass sie aufgestiegen sind. Und darüber, dass wir die Nummer 1 im Osten sind", sagte er zur Bild. Einen zweiten Auftritt von "Silly" gab es dann aber doch nicht. 

tr

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