Heimniederlage in der Champions League

EWE Baskets verlieren Krimi gegen Neptunas Klaipeda - 63:64

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Auch ohne Chris Kramer zeigten die EWE Baskets Oldenburg eine starke Leistung in der Verteidigung. Am Ende stand gegen Neptunas Klaipeda trotzdem eine 63:64-Niederlage auf dem Papier.

Vier Sekunden vor Spielende hatten die EWE Baskets Oldenburg die große Möglichkeit, dem ungeschlagenen Tabellenführer der Basketball-Champions-League-Gruppe C, Neptunas Klaipeda, am 4. Spieltag die erste Niederlage beizubringen. Doch der Ball fand nicht den Weg durch die Reuse, und so jubelten am Ende die Gäste über einen 64:63 (33:32)-Erfolg.

Für eine über weite Strecken starke Vorstellung haben sich die EWE Baskets sich in der Basketball Champions League vor dem eigenen Publikum erneut nicht belohnt. Frantz Massenat vergab den finalen Korbleger knapp, nach dem Offensivrebound wurde Maxime De Zeeuw geblockt und die Gäste aus Litauen durften jubeln.

Zuvor hatten die Oldenburger eine der besten Verteidigungsleistungen der Saison gezeigt, obwohl ihr defensiver Anführer Chris Kramer nicht auf dem Parkett stehen konnte. Dafür rückte Haris Hujic in den Kader. Von Beginn an entwickelte sich eine gute Begegnung auf Augenhöhe. Die Gastgeber bewegten den Ball hervorragend und fanden zunächst gute Abschlüsse von der Dreierlinie. Gleich drei Würfe aus der Distanz versenkten die Oldenburger in den ersten Minuten, führten nach einem Treffer von Rickey Paulding mit 11:7. Die Gäste aber zeigten ihre Qualität und blieben dran (19:17).

Fotos: EWE Baskets verlieren gegen Neptunas Kleipeda

Im zweiten Abschnitt steigerten beide Teams noch einmal die Intensität in der Verteidigung und boten den Zuschauern in der großen EWE Arena hochklassigen Basketball. Nach einem Dreier von Frantz Massenat, der bis zur Halbzeit zehn Punkte erzielte, setzten sich die Gastgeber erneut leicht ab (26:20), für die Litauer hielt aber Jimmy Baron mit teils spektakulären Treffern von der Dreierlinie dagegen und war mit insgesamt 15 Punkten Topscorer der Begegnung. Mit einem knappen Rückstand ging es in die Pause (32:33).

Unterdurchschnittliche Wurfquote, viele Offensivrebounds

Nach der Halbzeit legten die Gastgeber defensiv noch einmal zu und übernahmen ab Mitte des dritten Viertels die Spielkontrolle. Die Oldenburger erzwangen nun Ballgewinne und reboundeten immer besser. Gleich 16 Offensivrebounds sicherte sich das Team von Headcoach Mladen Drijencic, kompensierte so auch die unterdurchschnittliche Wurfquote und führte vor dem letzten Abschnitt mit 50:43.

Nach einem weiteren Offensivrebound traf Maxime De Zeeuw sieben Minuten vor dem Ende zum 57:47, es gelang den Oldenburgern aber nicht, die Partie endgültig zu entscheiden. So kämpfte sich Neptunas wieder heran und glich bei knapp 90 Sekunden Restspielzeit aus (61:61). Es folgte die zuletzt schon fast zur Gewohnheit gewordene turbulente und dramatische Schlussphase. Wie bereits im ersten Heimspiel jubelten am Ende die Gäste.

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