Nicht immer nur Schlusslicht

Top-5 der Dinge, bei denen Bremen Erster war

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Kaffee hat in Bremen eine lange Tradition und nimmt einen Platz in unseren „Top-5 Dingen, bei denen Bremen Erster war“ ein.

Bremen taucht regelmäßig als Letzter in den unterschiedlichsten Listen auf. Kleinstes Bundesland, Pisa-Studie, Verschuldung, längste Wartezeit bei der Steuererklärung oder Schlusslicht beim Armutsreport. Gerade erst kam heraus, dass Bremen auch bei Fahrradsicherheit und Firmenpleiten ganz hinten mit rangiert. Doch die Hansestadt kann auch anders, Erster sein nämlich.

Bremen ist nicht nur in der Bundesliga erster … Gegner von Bayern München im Auftaktspiel zur neuen Saison, sondern war in seiner langen Geschichte schon ziemlich häufig in der Pole-Position, wie in der Broschüre „Bremens beste Seiten“ nachzulesen ist. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass es den ersten entkoffeinierten Kaffee in Bremen gab?

Hier die Top-5 Dinge, bei denen Bremen Erster war:

Platz 5: Erster Wandkalender der Welt (1937)

Jeder kennt sie aus dem Büro, diese mehrteiligen Wandkalender mit Monats-Vorschau. Und welch eine Überraschung: Sie wurden 1937 von B. C. Heye in Bremen erfunden. Einer der wohl skurrilsten Podiumsplätze für die Hansestadt. Heute werden sie in Millionenauflage von einer Bremer Firma produziert.

Platz 4: Erste TV-Talkshow Deutschlands (1974)

Lange vor dem landesweiten Hype ging mit „3nach9“ im Jahr 1974 die erste TV-Talkshow Deutschlands auf Sendung. Moderiert von Giovanni di Lorenzo und Judith Rakers, wird die Sendung noch immer aus den Bremer Studios gesendet, jeden vierten Freitagabend.

Platz 3: Erstes Programmkino Deutschlands (1969)

Im Viertel gibt es ein kleines, feines Kino namens Cinema. Im Jahr 1969 wurde es als erstes Programmkino Deutschlands gegründet. Und zeigt bis heute kulturell anspruchsvolle Filme statt der üblichen Mainstream-Blockbuster. Immer wieder wird das Cinema dafür vom Innenminister für ein „herausragendes Jahresfilmprogramm“ ausgezeichnet. Aktueller Stand: 37 Bundesfilmprogrammpreise.

Platz 2: Erste Kaffee-Lizenz Deutschlands (1673)

Kaum zu glauben, aber Bremen erhielt als erste deutsche Stadt die Lizenz zum Kaffee-Ausschank. Das war im Jahr 1673 und damit noch vor der späteren Kaffeehaus-Hochburg Wien. Die Kaffee-Tradition in der Hansestadt ist also alt, und der Handel damit blüht nach wie vor. Es heißt, dass in jeder zweiten deutschen Kaffeetasse Bremer Bohnen stecken. Auch beim entkoffeinierten Kaffee war Bremen übrigens Erster, in Person von Erfinder und Kaufmann Ludwig Roselius und seiner 1906 gegründeten Kaffee-Handels AG, der Kaffee HAG.

Platz 1: Erstes Rollo der Welt (1970er)

Keine anständige Party-Nacht im Viertel ohne ein Rollo. In den 1970er Jahren wurde der leckere Imbiss in Bremen erfunden und trat daraufhin seinen Siegeszug über die Stadtgrenzen hinaus an. Als Alternative zum klassischen Döner erfreuen sich Rollos höchster Beliebtheit und sind inzwischen sogar mit Knipp-Füllung erhältlich. So gesehen im Kulturzentrum Schlachthof.

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