Deutschlandweite Studie

Oldenburg und Bremen bei Raddiebstählen weit vorne

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5.710 Fahrräder wurden 2015 in Bremen gestohlen, in Oldenburg waren es 2.036.

Eine deutschlandweite Studie bescheinigt Oldenburg und Bremen ein „Hohes Diebstahlrisiko“ für Fahrräder. Im Bundesländervergleich steht Bremen an der Spitze.

In den Sommerferien haben Fahrraddiebe Hauptsaison. Fast jedes vierte Rad wird in den Sommermonaten Juni und Juli geklaut, das hat eine aktuelle Studie des Verbraucherportals billiger.de ergeben. Demnach sind insgesamt sage und schreibe 335.174 Drahtesel im Jahre 2015 gestohlen worden.

Schätzungsweise 160 Millionen Euro Schaden im Jahr

Bemerkenswert an der Städte-Studie: die Aufklärungsquote liegt durchschnittlich bei schlappen 9,1 Prozent. Anders gesagt, nur einer von zehn Raddiebstählen wird aufgeklärt. Äußerst lukrativ also für die Diebe, dabei jedoch keine Bagatelle. Auf 160 Millionen Euro wird der Schaden jährlich geschätzt. Zu großen Teilen wandert dieser Umsatz über Schwarzmärkte im In- und Ausland direkt in die Taschen der Täter.

Oldenburg und Bremen: „Hohes Diebstahlrisiko“

Im Städte-Ränking der gestohlenen Räder pro 100.000 Einwohnern landet Oldenburg mit 1.265 Rädern auf Platz zehn. Bremen rangiert kurz dahinter auf Rang 13., dort sind es 1.035 Räder. In absoluten Zahlen liegt Oldenburg in 2015 bei 2.036 gestohlenen Rädern und Bremen bei 5.710. Das ergibt die Kategorie „Hohes Diebstahlrisiko“.

Zum Vergleich: Münster führt im Verhältnis mit 1.719 Raddiebstählen pro 100.000 Einwohner, Berlin mit 32.245 bei den absoluten Zahlen. Besonders bitter ist die Aufklärungsquote von nur 4,4 Prozent in Bremen, 10,7 Prozent sind es „immerhin“ in Oldenburg.

Bremen bei den Bundesländern führend

Im Bundesländervergleich liegt Bremen auf Platz eins, Niedersachsen auf Rang acht. Im kleinsten Bundesland liegt die Aufklärungsquote bei 5,3 Prozent, Niedersachsen kommt auf 13,3 Prozent.

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