Auch Bremer Gastronom ist schon dabei

Reste-Essen per App

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Freie Auswahl für nur ein paar Euro - die App macht es möglich.

Und weg damit: Jeden Tag landen zig Tonnen Lebensmittel einfach auf dem Müll. Eine gnadenlose Verschwendung, die nun zumindest in der Gastronomie ein wenig eingedämmt werden soll. Natürlich per App.

„Too good to go“ heißt die Internet-Seite, auf der die entsprechende App heruntergeladen werden kann. Das Prinzip funktioniert dabei ganz einfach. Die teilnehmenden Restaurant-Betreiber bieten ihr übrig gebliebenes Essen an, bevor sie es in den Müll werfen - meistens dann, wenn es in Richtung Feierabend geht. Wann, wie viel, wie teuer – alles wird klar kommuniziert. Und der ganze Spaß kostet den Kunden nur wenige Euro.

Einfach per Smartphone Reste-Essen bestellen.

Die Idee stammt ursprünglich aus Dänemark, seit wenigen Wochen ist auch Deutschland mit am Start. „Wir werden täglich von Foodsharing-Angeboten kontaktiert“, sagte App-Entwickler Jon Frisk gegenüber „Radio Bremen“. Und mit Michiel Kuo ist bereits auch ein Bremer mit am Start. „Wir haben im Monat circa 1.300 Kilogramm an Restmüll“, wird der Betreiber des asiatischen Restaurants „Miku" bei „Radio Bremen“ zitiert. „Ich fand das Konzept persönlich sehr gut. Wenn man bedenkt, dass wir auf der Welt Hungersnöte beklagen und hier das noch verzehrbare Essen im Restmüll verwerten.“

Aber nimmt „Too Good To Go“ nicht Vereinen wie den Tafeln das Essen weg? „Nein“, behaupten die Verantwortlichen auf ihrer Internet-Seite. „Die Massen an guten Lebensmitteln, die täglich weggeworfen werden, überschreiten momentan bei weitem die Kapazitäten von bereits bestehenden Vereinen wie etwa den Tafeln. Außerdem setzt Too Good To Go nur dort an, wo momentan wirklich Reste vorhanden sind.“

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