300 Fotografen entdecken die Stadt

Fotomarathon Bremen: Painted Ladies und Sportgarten – Tipps der Teilnehmer

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Immer wieder werden die Ergebnisse gesichtet, am Ende reicht jeder Teilnehmer beim Fotomarathon Bremen neun Motive ein.

Ihr habt Euch am Samstag über die Fotografendichte in der Stadt gewundert? Über die vielen Stative, die am Boden liegenden Leiber mit Nase hinter der Linse oder den Typen, der seinen Plüschpokémon quer durch die Innenstadt schleppte? Des Rätsels Lösung: Der zweite Bremer Fotomarathon!

300 ambitionierte Fotografen hatten es geschafft, einen der begehrten Startplätze für die Challenge der besonderen Art zu ergattern: Neun Fotos zu kurzfristig vorgegebenen Themen, vom „Fliegenden Start“ bis zum „Endspurt“, und das in neun Stunden. Nicht nur Auswärtige nutzten die Gelegenheit, die Stadt zu erkunden; „rund die Hälfte der Teilnehmer sind Bremer!“, so Mitorganisatorin Annika Wolf. Und auch die Alt-Eingesessenen konnten „ihrer“ Stadt jede Menge neue Facetten abgewinnen.

Geheimtipps der Fotomarathonis

Einige der „Klick-Marathonis“ verrieten uns ihre frisch entdeckten Geheimtipps für die besten Bremer Foto-Locations: „Der Findorffmarkt“, meint Udo Drees. „Da wollte ich immer schon mal hin, hab's bis jetzt aber nie geschafft“, so der Scheeßeler. „Dieses Mal passten die Motive nicht zur Challenge“, aber er ist sich sicher: „Hier komm ich garantiert mal wieder her, um Detailaufnahmen zu machen!“ Lotta Mühldorfer (12) aus der Neustadt haben es die Boote im Bürgerpark angetan: „Wenn kein Wind ist, so wie heute, kann man im See tolle Spiegelungen einfangen!“ Das war dann auch ihr Beitrag zum Thema „Boxenstopp“. Vater Carsten Eger – die Familie ist mit je einem „Damen“ und „Herrenteam“ angetreten – hat im Bürgerpark die Skulptur einer antiken Vase entdeckt: „Die ist mir früher nie aufgefallen!“ Sein Glück: Beim näheren Betrachten sah er Hufe und Ochsenkarren – gerade recht für die Challenge „In die Hufe kommen“.

Bilder bei der Arbeit: So lief der Fotomarathon Bremen

Fotomarathon per Longboard

Silke Kappenberg und Tom Kirk hat es das Überseemuseum angetan: „Schon der Spielplatz bietet soooo viele Möglichkeiten – einfach toll!“, meint die Bomlitzerin, während sie versucht, für das Thema „Balanceakt“ ein gelbes Quietscheentchen, Protagonist der gesamten Fotostrecke, mit Hilfe eines Stücks Kaugummi in ein wagemutiges Gleichgewicht zu zwingen. Martin Bergann schwärmt von der Halfpipe am Schlachthof: „Ein tolles Motiv!“ Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr: Der Thüringer, der seit Oktober in Bremen wohnt, absolviert die rund 25 Kilometer der Fotochallenge nicht per Fahrrad oder Kombination aus Bus und per Pedes, sondern auf dem Longboard. Und das taucht als verbindendes Motiv denn auch in jedem seiner Fotos auf. Passt gut zum Oberthema „Läuft!“

San Francisco in Bremen entdeckt

Architektur-Freaks werden sich über den Tipp von Markus Krischunas freuen. Ihm ist aufgefallen: „Die fünf, sechs Häuser beim Reiterdenkmal in der Hermann-Böse-Straße sind ähnlich gestrichen wie die „Painted Ladies in San Franzisco!“ Wenn das kein Motiv ist ... . Der letzte Tipp stammt von Florian Thomas: „Das Stadionbad und der Sportgarten – einfach cool!“, meint der Teilnehmer von fünf Fotomarathons und Ausrichter eines eigenen, im Hinblick auf Climbing, American Football- und Boulespieler. Bisher hatte nur der jährliche Samba-Umzug den Bremervörder zum Fotografieren nach Bremen gelockt.

Die Ergebnisse des zweiten Fotomarathons sind am 15. Und 16. Oktober im Hafenmuseum zu sehen, wo auch die Preisverleihung über die Bühne geht.

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