Keine Genehmigung

„Bremen Reggae Feeling Nr.1“ fällt aus

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Keine Genehmigung: Das „Bremen Reggae Feeling Nr.1“ fällt aus.

Mit großen Worten und Visionen hatte der Veranstalter „Germany Loves Music“ eine Reggae-Veranstaltung der Superlative angekündigt. „Bremen Reggae Feeling Nr.1“, ein Open-Air-Fest für bis zu 25.000 Zuschauer, hätte nach seinen Vorstellungen am 13. August auf der Bremer Bürgerweide stattfinden sollen. Hätte. Denn wie sich nun herausstellt, wurde die Veranstaltung heimlich still und leise abgesagt.

Auf nordbuzz-Nachfrage bestätigt Jens Tittmann, Pressesprecher des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr: „Uns wurde niemals ein genehmigungsfähiger Antrag vorgelegt.“ Zwar hätten die Veranstalter durchaus den Kontakt zu der zuständigen Behörde gesucht, allerdings sei auch nach mehrmaligem Hin und Her kein vollständiger Antrag eingegangen. Vor wenigen Tagen fiel dann die Entscheidung, das Event nicht zu genehmigen. Die notwendigen Fristen hätten laut Tittmann nicht mehr eingehalten werden können. Daraufhin habe ihm der Veranstalter gesagt, dass es jetzt auch egal sei, da das Event sowie ausfallen würde.

Doch was passiert jetzt mit den bereits verkauften Eintrittskarten? Trotz mehrmaliger Versuche waren die Verantwortlichen von „Germany Loves Music“ für die nordbuzz-Redaktion nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Und auch auf der Homepage www.germanylovesmusic.de findet sich noch immer kein Hinweis darauf, dass das „Bremen Reggae Feeling Nr.1“ ausfällt. Im Gegenteil: Dort wird noch fleißig für die Veranstaltung geworben. Immerhin: Der Link zum Ticketshop ist deaktiviert. Auf der Facebook-Seite ein ähnliches Bild: Der letzte Eintrag stammt vom 19. Mai. Kein Hinweis auf eine Absage oder ähnliches.

Rückblick: Ende April hatten sich die Veranstalter gegenüber der „Kreiszeitung“ noch damit gebrüstet, Weltstars wie den jamaikanischen Dancehall-Star Sean Paul nach Bremen zu locken. Aber auch Namen wie Fireblack, Gyptain, Serani und Cham machten die Runde. „So was hat in Bremen einfach gefehlt, sowas gab es bislang nicht“, werden die Veranstalter in der Kreiszeitung zitiert. Und wie es aussieht, wird es sowas auch in Zukunft nicht geben.

Wer dennoch nicht auf Reggae-Musik verzichten möchte, sollte vielleicht einfach beim P-Town Open Air in Petersfehn vorbeischauen.

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