Schreckliche Unfälle in Bayern

Kinder und Mutter sterben auf A6 - Dann zweiter tödlicher Unfall

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Der Pkw der jungen Familie wurde auf einen Lkw geschoben. Er wurde mit einer roten Plane abgedeckt.

Nürnberg - Ein Lkw-Fahrer übersieht auf der A6 ein Stauende und fährt in das Auto einer Familie. Drei Kinder und ihre Mutter sterben. Nur wenig später kommt es ganz in der Nähe zu einem weiteren tödlichen Unfall.

Bei einem fürchterlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn 6 bei Nürnberg sind am Dienstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter drei kleine Kinder. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei den Opfern um Mitglieder einer fünfköpfigen, jungen Familie 

aus dem Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg

. Unter den Todesopfern sind neben der 27 Jahre alten Mutter demnach auch die drei kleinen Kinder im Alter von fünf und zwei Jahren sowie neun Monaten. 

Der 33 Jahre alte Familienvater schwebt weiter in Lebensgefahr. „Der Mann befindet sich mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Klinik“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. 

Außerdem wurden drei Menschen bei dem Unfall schwer verletzt, der sich an einem Stauende in einer Baustelle ereignete. Der Lkw-Fahrer und sein Beifahrer erlitten mittelschwere Verletzungen. Weitere Einzelheiten über den genauen Unfallhergang waren zunächst nicht zu erfahren.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Nachmittag gegen 16.15 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich auf der Autobahn 6 Amberg-Nürnberg wenige Hundert Meter vor dem Kreuz Nürnberg-Ost an einer Baustelle ein Stau gebildet. Der Lastwagen-Fahrer übersah offenbar das Stauende und fuhr in den Wagen der Familie. Durch den heftigen Aufprall wurde das Auto der fünfköpfigen Familie aus Baden-Württemberg in einen anderen Lastwagen geschoben.

Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein Bild der Verwüstung. Das Auto der Familie war durch den Aufprall regelrecht zerquetscht worden. „So einen Unfall habe ich auch noch nicht gesehen“, sagte Polizeisprecher Michael Petzold. Das Autowrack wurde von den Einsatzkräften mit einer roten Plane abgedeckt.

Neben den drei Kindern, die auf der Rückbank gesessen haben sollen, starb auch die junge Mutter. Der 33 Jahre alte Familienvater kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Die beiden Lkw-Fahrer erlitten mittelschwere Verletzungen und wurden ebenfalls in Krankenhäuser gebracht.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei waren vor Ort. Auch insgesamt drei Hubschrauber waren im Einsatz. Wegen der Bergungsarbeiten war die Autobahn 6 zunächst in beide Richtungen komplett gesperrt.

Nur wenige Stunden später erneut tödlicher Unfall auf A6

Nur wenige Stunden nach dem schweren Verkehrsunfall mit vier Toten kam es am frühen Mittwochmorgen auf der A6 erneut zu einem tödlichen Zusammenstoß - nur rund zwei Kilometer von der ersten Unfallstelle entfernt. 

Ein 46 Jahre alter Lastwagenfahrer war nach Angaben der Polizei am Steuer eingeschlafen und auf einen stehenden Lkw aufgefahren. Durch den Aufprall wurde der Fahrer tödlich, sein 44 Jahre alter Beifahrer schwer verletzt. Auf der zeitweise gesperrten Autobahn kam es zu längeren Staus.

dpa

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