Er verriet sich versehentlich selbst

Rentenantrag lässt Ausbrecher nach 48 Jahren auffliegen

Sherman - Ein Rentenantrag ist einem Gefängnisausbrecher in den USA zum Verhängnis geworden - 48 Jahre nach seiner Flucht. Jetzt droht im erneut der Knast.

Jetzt hofft der 71-Jährige, der all die Jahre lang unbescholten unter einem falschen Namen in einem beschaulichen Städtchen gelebt und gearbeitet hatte, dass er nicht zurück hinter Gitter muss. Am Montag findet dazu eine erste gerichtliche Anhörung statt, wie die „New York Times“ am Samstag berichtete.

Demnach war Bob Stackowitz aus Connecticut 1966 im Bundesstaat Georgia wegen Raubes zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. Er war aber außerhalb des Gefängnisses zur Arbeit eingesetzt und hatte Zugang zu einem Auto - das nutzte er 1968 zur Flucht. Stackowitz kehrte nach Connecticut zurück, siedelte sich unter dem Namen Bob Gordon in Sherman an und verdiente sich als Mechaniker seinen Lebensunterhalt.

Sogar seine langjährige Freundin habe nichts von seiner Vergangenheit gewusst, hieß es in der „New York Times“. Bis dann im Mai US-Marshalls an seine Haustür klopften: Stackowitz flog auf, weil er unter seinem richtigen Namen Rente beantragt hatte. Die Gefängnisbehörde in Georgia will nun, dass der Mann in den Bundesstaat zurückgeschickt wird: Erst dann wolle man prüfen, ob eine Begnadigung in Frage kommt.

dpa

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