Kinder und Kunst...

Junge (4) zerstört 15.000 Dollar teure Lego-Statue

München/Ningbo - Drei Tage dauerte es, ein Kunstwerk aus 10.000 Lego-Steinchen zusammen zu bauen. Ein kleiner Junge brauchte gerade mal eine Sekunde, um die Skulptur in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Riesenandrang auf der "Lego-Expo" im südchinesischen Ningbo: Jeder will ein Foto mit den aufwändig zusammengebauten Figuren - so auch ein vierjähriger Junge. Sein Foto-Objekt der Begierde: ein menschengroßer Lego-Fuchs.

Einen Moment der Unachtsamkeit später liegt die umgerechnet etwa 13.300 Euro teure Skulptur in seine bunten Einzelteile zerlegt auf dem Messeboden. Entsetzen bei den Umstehenden. Wie konnte das passieren?

Absicht oder Versehen?

Wie der staatliche Fernsehsender CCTV am Donnerstag berichtete, schlug der Vierjährige gegen das bunte Klötzchen-Werk und brachte es damit zum Einsturz. Andere Quellen unterstellen dem Jungen derweil keine Absicht: Er soll sich für ein Foto nur ganz leicht gegen die Lego-Statue gelehnt haben. Wie auch immer: Die Statue ist kaputt, der Baumeister will es nicht wahrhaben.

Zhao, ein Student aus Ningbo, steckt regelmäßig komplizierte Bauwerke, Figuren oder Autos aus den bunten Steinen zusammen. Für die Ausstellung in Südchina fertigte er den Fuchs "Nick", eine Figur aus dem Disneyfilm "Zootopia". Drei Tag lange habe er für die Skulptur gebraucht - inklusive Nachtschichten, sagte Zhao gegenüber Buzzfeed

Zhao posiert noch stolz mit der Figur

Auf der chinesischen Social-Media-Plattform "Weibo" postete Zhao immer wieder Bilder, die seinen Fortschritt dokumentierten. Stein um Stein wächst die Statue auf jedem Bild. Stunden vor dem Einsturz posierte er noch stolz neben seinem beeindruckenden Bauwerk: der lässige Fuchs im grünen Hemd links, rechts Zhao. 

Wenige Stunden später lag "Nick", der Lego-Fuchs, verstreut auf dem Boden.

Verständlicherweise reagierte der Hobby-Baumeister erst einmal bestürzt auf den Einsturz. Auf "Weibo" gab Zhao zu: "Ich bin total frustriert und frage mich nach dem Sinn des Lebens."

Foto von zerstörter Skulptur wird zum Internet-Hit

Lange war Zhao dem kleinen Jungen nicht böse. "Ich mache ihm wirklich keinen Vorwurf", zitiert Buzzfeed den 22-Jährigen. Laut CCTV akzeptierte dieser die Entschuldigung der Eltern des unachtsamen Jungens. Ansprüche auf Schadensersatz wolle er keine stellen.

Immerhin wurde Zhao in China zur Internet-Berühmtheit: Auf "Weibo" wurde das Bild der eingestürzten Statue innerhalb kürzester Zeit zum Hit und über 80.000 Mal geteilt.

Ärgerliches Missgeschick auf Lego-Expo

fp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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