Polizei ermittelt weiter

Das ist vom abgebrannten Rathaus in Straubing übrig

Rathausbrand in Straubing
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Straubing - Der historische Teil des Straubinger Rathauses ist komplett zerstört. Entsetzen herrscht in der Stadt - auf den Christkindlmarkt können die Bürger aber fast unbehindert.

Nach dem verheerenden Feuer im historischen Rathaus in Straubing ermittelt weiter die Kriminalpolizei. „Es können noch keine belastbaren Aussagen gemacht werden zur Brandursache oder zur Schadenshöhe“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag in der niederbayerischen Stadt. Vor dem Gebäude war ein Bereich abgesperrt worden. Den Christkindlmarkt am nahen Stadtplatz jedoch konnten die Besucher und Bürger am ersten Adventswochenende fast ungetrübt genießen. „Nur ein Stand von 50 ist geschlossen“, sagte der Sprecher.

Ein Feuer hatte am Freitag große Teile des Rathauses zerstört. Die Flammen im historischen Bereich des Gebäudes schossen nach Polizeiangaben bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des mehr als 600 Jahre alten Hauses. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit zahlreichen Einsatzkräften. Verletzte gab es nicht.

Noch am Samstag war die Feuerwehr mit der Sicherung des historischen Gebäudes beschäftigt gewesen. Nach Angaben der Stadt gab es aber „keine akute Einsturzgefahr“. Erst in der Nacht war es der Feuerwehr gelungen, die Flammen zu löschen.

Großfeuer zerstört historisches Rathaus in Straubing

Wegen des Brandes war auch die für Freitag geplante Eröffnung des Christkindlmarktes in unmittelbarer Nähe verschoben worden. Am Samstag gab es dann grünes Licht. Bevor man den historischen, komplett zerstörten Teil des Rathauses gefahrlos betreten könne, müsse er erst einmal gesichert werden, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben der Stadt hatten die Bürger im Jahr 1382 das gotische Handelshaus erworben und es zum Rathaus umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde in dem dreigeschossigen Gebäude der gotische Giebel abgebrochen und eine neogotische Fassade errichtet.

Die niederbayerische Stadt kündigte an, es müsse wegen der Auswirkungen des Feuers mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. Zunächst sei man damit beschäftigt, die Daten- und Telefonanbindung im größtenteils unbeschädigten Verwaltungsgebäude wiederherzustellen. Für die Ämter aus dem historischen Teil suche man nach einer vorübergehenden Unterbringung.

Straubings Bürger zeigten sich schockiert über den Brand in der Innenstadt. „Es ist eine Tragödie“, sagte eine Frau am Samstag. Der Dachstuhl habe lichterloh gebrannt. „Es war ein Horrorbild.“ Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) zeigte sich dennoch zuversichtlich: „So schlimm das ist, wir packen an und wir werden wieder aufbauen.“

dpa

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