Nach Erdrutsch: Bahnstrecke Dresden-Prag blockiert

Heftige Gewitter über Berlin: Feuerwehr im Dauereinsatz

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Blitze über dem Kanzleramt.

Schmilka - Ein Gewitter hat in Berlin und Brandenburg die Feuerwehren zwei Stunden lang auf Trab gehalten. Ein kleiner Erdrutsch hatte enorme Auswirkungen auf den internationalen Bahnverkehr:

Unwetter in Sachsen.

In der Hauptstadt rückte die Feuerwehr am späten Montagabend witterungsbedingt zu 38 Einsätzen aus. Gemeldet wurden 13 Brände nach Blitzeinschlägen, wobei jedoch in neun Fällen nur die Alarmanlagen angeschlagen hatten. Die Schäden seien überschaubar, teilten Polizei und Feuerwehr in Berlin und Potsdam am Dienstag mit. Vereinzelt stürzten Bäume um und Keller liefen mit Regenwasser voll. Verletzte wurde nach ersten Angaben der Polizei nicht registriert.

Teilweise fielen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Potsdam 25 Liter Regenwasser pro Quadratmeter und Stunde. Dazu kamen heftige Windböen. In Teilen von Brandenburg stürzten Bäume um und es kam zu Wasserschäden. Der DWD warnte für Dienstag vor weiteren Gewittern mit starkem Regen, Sturmböen und vereinzelt Hagel in der Region.

Erdrutsch blockiert Bahnstrecke Dresden-Prag

Eine Lok entgleiste.

Nach einem Erdrutsch nahe dem sächsischen Schmilka ist die Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag gesperrt. „Ein Güterzug fuhr am Montagabend in die Geröllmassen und entgleiste im vorderen Bereich der Lok“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstagmorgen in Pirna. Der Fernverkehr steht seit dem Abend still.

Die Strecke werde wahrscheinlich erst im Lauf des Dienstags wieder frei sein, hieß es. Bis dahin umfahren Busse die Unglücksstelle, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

„Zunächst wird die Lok wieder auf die Gleise gesetzt“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Danach werde das Geröll entfernt. Der Zug muss vielleicht weggeschleppt werden. Das stand am frühen Morgen noch nicht fest. Geprüft wird auch, ob die Gleise beschädigt wurden.

Kleiner Erdrutsch - großes Problem.

Der Erdrutsch könne eine Folge des Unwetters sein, hieß es. „Die genaue Ursache ist aber noch unklar“, betonte der Sprecher. Über Sachsen tobten am Abend heftige Gewitter. Die Rettungskräfte kamen mit einem Großaufgebot in den kleinen Ort an der Elbe.

Das Geröll war gegen 20.00 Uhr auf einer Breite von 150 Metern auf die Schienen gerutscht. „Von Verletzten ist nichts bekannt“, sagte der Bahnsprecher weiter. Angaben zum Sachschaden gab es nicht.

dpa

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