In drei Ländern

Deutsch-serbisches Ermittlerteam sprengt Drogenring

Essen - Eine monatelange Zusammenarbeit von deutschen und serbischen Ermittlern hat erneut zu Festnahmen von international agierenden Rauschgiftdealern geführt. 

Ermittlern aus Deutschland und Serbien ist ein Schlag gegen einen europaweit agierenden Rauschgiftring gelungen. Spezialkräfte nahmen am Dienstag bei Razzien in Deutschland, Serbien und Kroatien mehrere mutmaßliche Mitglieder fest. Sie sollen europaweit Drogen in großen Mengen verkauft haben, wie die Staatsanwaltschaft Essen und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten.

BKA-Fahnder nahmen zusammen mit Spezialkräften aus Nordrhein-Westfalen zwei vermeintliche Drogenhändler im Raum Essen fest und durchsuchten zahlreiche Häuser und Lagerräume. In Kroatien wurde ein von den deutschen Behörden gesuchtes Bandenmitglied mit Auslieferungshaftbefehl festgenommen. Es geht um den Handel mit Hunderten Kilo Drogen, vor allem Kokain, Amphetamin und Cannabis.

Die Bande soll nicht nur Drogen verkauft, sondern in Deutschland auch in mehreren Plantagen Cannabispflanzen gezüchtet haben. Bei früheren Razzien waren Plantagen mit 36 000 Pflanzen entdeckt worden. Den Fahndern waren zudem 300 Kilo Kokain und jeweils rund 100 Kilo Amphetamin und Haschisch sowie Waffen und Bargeld im sechsstelligen Bereich in die Hände gefallen. 21 Verdächtige waren der Polizei schon im vergangenen Winter ins Netz gegangen.

BKA-Präsident Holger Münch lobte die Zusammenarbeit: „Die in der gemeinsamen Ermittlungsgruppe geführten internationalen Ermittlungen Deutschlands und Serbiens sind mit den Festnahmen und Sicherstellungen ein nachhaltiger Schlag gegen die international organisierte Rauschgiftkriminalität.“ Das sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie grenzüberschreitende organisierte Kriminalität innerhalb Europas effektiv bekämpft werden könne.

dpa

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