Roboter-Darsteller Kenny Baker gestorben

So trauern die "Krieg der Sterne"-Stars um R2-D2

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Kenny Baker ist tot.

London - Der britische Schauspieler Kenny Baker, der den Roboter R2-D2 in vielen „Star Wars“-Filmen spielte, ist tot. Kollegen wie Mark Hamill bekundeten ihre Trauer.

Der britische Schauspieler Kenny Baker, der in den meisten "Star Wars"-Filmen den exzentrischen Roboter R2-D2 spielte, ist tot. Baker sei am Samstag im Alter von 81 Jahren gestorben, teilten sein Agent und seine Angehörigen mit. Der kleinwüchsige Schauspieler hatte schon seit Jahren an Atemwegsproblemen gelitten. 

"Kenny Baker ist traurigerweise gestorben und wurde am Samstagmorgen von seinem Neffen Drew gefunden, der sich in seinem letzten Lebensabschnitt um ihn kümmerte", teilte Bakers Agent Johnny Mans in einer Erklärung mit. "Kenny war wirklich ein großartiger Freund, einer der nettesten Kerle, die zu treffen man sich wünschen kann, und ein fabelhafter und talentierter Darsteller", schrieb sein Agent.

"Luke Skywalker" ehrt Baker mit Filmzitat 

Mark Hamill, der in den ersten drei "Star Wars"-Filmen Luke Skywalker spielte, würdigte Baker als "lebenslang loyalen Freund". "Ich habe seinen Optimismus & seine Entschlossenheit geliebt. Er WAR der Droide, den ich gesucht habe", schrieb Hamill auf Twitter in Anspielung auf einen vielzitierten Satz aus der Weltraum-Saga. Dazu stellte er ein Schwarz-Weiß-Fotos von ihm und Baker.

Schauspieler Ewan McGregor, der später als Darsteller des jungen Jedi-Meisters Obi-Wan Kenobi Teil der Weltraumsaga wurde, schrieb bei Twitter über Bakers Tod: "So traurig, das zu hören. Es war schön, mit ihm zu arbeiten."

Die Produktionsfirma 20th Century Fox kommentierte ein Foto von R2-D2 mit den Worten: "Ruhe in Frieden, Kenny Baker, Herz und Seele von R2-D2."

Laut seiner offiziellen Website wurde Baker am 24. August 1934 in London geboren und begann als 16-Jähriger Theater zu spielen. 

Der nur 1,11 Meter große Baker spielte den stets pfeifenden und summenden Androiden R2-D2 im ersten "Star Wars"-Film von 1977 sowie in fünf weiteren Folgen. Außer in "Star Wars" spielte er in anderen Kultfilmen der 80er Jahre, darunter "Time Bandits" und "Flash Gordon".

"Er hat den Menschen viel Freude gegeben"

Bakers Neffe Drew Myerscough sagte britischen Medien, sein Onkel habe seit fast einem Jahrzehnt an Atemwegsproblemen gelitten. Bakers Nichte Abigail Shield führte in Interviews aus, ihr Onkel habe Lungenprobleme gehabt und sei seit längerer Zeit krank gewesen. Sein Tod sei nicht überraschend gekommen. Durch sein Mitwirken an der Weltraumsaga "Star Wars" bekam Baker laut seiner Nichte "eine andere Sicht auf seine Behinderung". "Er hat den Menschen viel Freude gegeben und wir werden die Tatsache feiern, dass er in der ganzen Welt geliebt wurde", sagte Shield der Zeitung "The Guardian". "Wir sind alle sehr stolz auf sein Lebenswerk."

Auch im Abspann der im vergangenen Jahr erschienenen siebten "Star-Wars"-Episode wurde Bakers Name erwähnt, obwohl er den Roboter da schon nicht mehr spielte. Zur Europa-Premiere in London erschien er im Rollstuhl.

"Er war leider zu krank, um bei den neuen 'Star Wars'-Filmen mitzumachen", sagte Shield dem Fernsehsender "Sky News". "Aber er wurde von einigen Leuten um Rat gefragt." Auch die Weltpremiere in Los Angeles musste Baker seiner Nichte zufolge sausen lassen: Die Ärzte hätten ihm vom Fliegen abgeraten.

afp

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