Kampf gegen AfD-Erfolge

Tocotronics Dirk von Lowtzow: Aktiv gegen Rassisten

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Dirk von Lowtzow (rechts) und Beatsteaks-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß nahmen gemeinsam den Titelsong zu Fatih Akins „Tschick“-Verfilmung auf.

Politisches Engagement ist für Tocotronic-Kopf Dirk von Lowtzow in diesen Zeiten wichtiger denn je: „Wenn etwa die AfD in Mecklenburg-Vorpommern derart erschreckende Erfolge einfährt, muss man dagegen selbstverständlich ankämpfen“, forderte der Sänger im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau.

Sie sei eine „offen xenophobe, homophobe und rückwärtsgewandte Partei“. Aktiv gegen rechte Tendenzen ist der 45-Jährige, der aktuell gemeinsam mit den Beatsteaks den Titelsong (Soundtrack ab 9.9.) zu Fatih Akins Romanadaption „Tschick“ (Kinostart: 16.09.) beisteuert, schon immer: „Als Künstler kann man seine Stimme nur Aktionen leihen, etwa indem man ProAsyl fördert oder Benefiz-Konzerte gibt. Politische Bewegungen, sofern sie uns in den Kram gepasst haben, haben wir seit unserer Gründung unterstützt.“

Gerade „gegen jegliche Form von Nationalismus und Deutschtümelei“ habe man sich immer gewehrt, sagte der Musiker im Gespräch. Rechtspopulismus ist für ihn „fast ein verharmlosender Begriff“, sagt von Lowtzow: „Diese Leute sind schließlich offene Rassisten, ob LePen oder Wilders, ob in Ungarn oder Österreich, oder Donald Trump in den USA.“ Das Bedürfnis, sich dazu zu äußern, habe sich verstärkt: „Je dominanter dies wird, desto mehr muss und will man dazu Stellung beziehen.“

tsch

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