Nach Bataclan: Jesse Hughes für Waffenfreigabe

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Ein vollbewaffnetes Bataclan-Publikum hätte Schlimmeres verhindern können? Eagles-Of-Death-Metal-Frontmann Jesse Hughes ist dieser kruden Überzeugung.

Ist da jemand unbelehrbar? Jesse Hughes, Frontman der Band Eagles of Death Metal, scheint jedenfalls krude Schlüsse aus den grauenhaften Anschlägen auf Paris und das Konzerthaus Bataclan vom November 2015 zu ziehen.

In einem Interview mit einem französischen Radiosender setzte sich der Sänger der Band, deren Konzert von schwerbewaffneten Terroristen in ein blutiges Gemetzel verwandelt worden war, für das Recht auf Waffenbesitz ein: "Haben eure französischen Waffengesetze eine verdammte Person davor bewahren können, im Bataclan getötet zu werden?", fragte er Moderator und Zuhörer. Seine Theorie: So lange einzelne Menschen Waffen besitzen, herrsche nur Sicherheit, wenn alle Waffen besitzen können. Die Argumente sind alles andere als neu. Der 43-Jährige ist Unterstützer von Donald Trump in dessen US-Wahlkampf und Mitglied der amerikanischen Waffenbesitzer-Lobby NRA. Seine Band kehrte im Zuge ihrer neu angesetzten Europatour am 16. Februar auch nach Paris zurück, allerdings nicht ins Bataclan, das wohl erst Ende des Jahres seine Pforten wieder öffnen kann. Alle überlebenden Konzertbesucher vom 13. November erhalten freien Eintritt. 89 Menschen starben damals im Kugelhagel und nach Selbstsprengungen von islamistischen Terroristen.

Eagles Of Death Metal auf Tournee:

18.02., München, Tonhalle

15.08., Bremen, Aladin

16.08., Köln, Live Music Hall

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