Faun: Midgard

Das magische Land

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Die Alltagssorgen mal zur Seite legen: Faun bitten darum.

Fahrkarte in die Ferne: „Midgard“ spielt an einem Ort, der hinter Mythen und Sagen versteckt liegt.

Es gibt einiges, was vor dem Eintritt in die Faun'sche Welt abzulegen ist. Die Alltagssorgen bitte in dieses Schließfach hier. Dann tauschen Sie ihre moderne Stangenkleidung am Schalter gegen standesgemäße Gewänder ein. Und zu guter Letzt holen Sie sich dort drüben bitte ihre Extraportion Naturverbundenheit ab. Nun kann „Midgard“ starten.

Eine Reise in den Norden soll es sein. Die Mythologie der Germanen und Wikinger wird beleuchtet. Es geht unter anderem um - aufgepasst - Himmelspferde, Raben, Füchse und Birkenhaine. Willkommen im Park der Fantasien.

Erst einmal an den klaren Bach setzen und die Luft einatmen. Dann beginnt das Fest: „Federkleid“ und „Sonnenreigen“ - für Eingeweihte: Lughnasad - fordern zum Klatschen und Mitsingen auf. Eine glockenklare Stimme, mittelalterliche Instrumente, beschwingte Melodien. Die Gruppe um Oliver s. Tyr geht schlauerweise dem kommerziellen Botschafter nicht so weit entgegen wie auf „Von den Elben“ (2012), packt jedoch das Geheimrezept für ebenso einfache wie wirksame Nummern gerne aus. Das Programm in der Faun'schen Welt ist schließlich beständig. Mit „Alba II“ wird gar eine Nummer neu interpretiert, die sich auf dem 2011 erschienenen Album „Eden“ befand.

Ist das ein magischer Ort oder ein kalkuliertes Refugium? Kommt ganz darauf an, wie empfänglich sich der Hörer zeigt. Dass Faun seit über zehn Jahren ein fester Begriff in der Szene sind, spricht für sich. Sie machen keinen Hehl aus ihrem Vorhaben, präsentieren im Winter „verzauberte Balladen“ in Kirchen und im Sommer naturverbundene Duftreigen in Schlössern und auf Märkten. „Midgard“ stellt die Weichen für die nächste Saison.

Mit „Odin“, das Faun gemeinsam mit den Co-Komponisten der TV-Serie „Vikings“, Wardruna, geschrieben haben, oder „MacBeth“ halten auch schwere Momente Einzug in die fantastische Welt der Musiker. Es ist nicht nur alles eitel Sonnenschein. Aber das gehört dazu, wenn der Ausflug in die ferne Landschaft authentisch sein soll. Die Besucher schwärmen am Ausgang. Und Oliver s.Tyr hat Recht behalten, als er vor einigen Jahren prophezeite: „Das hier ist kein Trend, der in ein paar Jahren vorbei sein wird“.

Faun auf Tournee:

12.08.2016, Höchstadt an der Aisch, Schlosshof-Festival

13.08.2016, Hildesheim, M'era Luna

14.08.2016, Hildesheim, M'era Luna

25.08.2016, Oppurg, Rittergut Positz

26.08.2016, Wuppertal, Feuertal Festival

16.11.2016, Hamburg, Kulturkirche Altona

17.11.2016, Erfurt, Thomaskirche Erfurt

18.11.2016, Leipzig, Peterskirche

19.11.2016, Magdeburg, Johanniskirche Magdeburg

22.11.2016, München, St. Matthäus Kirche

23.11.2016, Heidelberg, Providenzkirche

24.11.2016, Dresden, Ev.-Luth. Lukaskirche

29.11.2016, Köln-Nippes, Kulturkirche Köln

30.11.2016, Bochum, Christuskirche Bochum

01.12.2016, Berlin, Passionskirche Kreuzberg

03.12.2016, Zürich, Kirche St. Jakob

23.12.2016, St. Pölten, Mittelalterspektakel

tsch

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