Siebtes Album

Clueso: „Neuanfang“ - Alles auf Beginn

Clueso - Neuanfang

Weil er sich nach einer Veränderung sehnte, trennte Clueso sich von seiner Band, seinem Management und seiner Plattenfirma. Das Ergebnis ist sein siebtes Album „Neuanfang“.

Clueso hatte eigentlich alles, was man sich als Musiker so wünschen kann: Erfolgreiche Alben - mit „Stadtrandlichter“ erreichte er 2014 die Spitze der deutschen Charts -, ausverkaufte Hallen und noch dazu Kollaborationen mit namhaften Künstlern wie Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg. Doch während seiner letzten Tour wurden dem Erfurter Musiker all die Verpflichtungen und Versprechen, die der Ruhm mit sich bringt, plötzlich zu viel. „Ich bin vor vielen Jahren losgelaufen wie Forrest Gump, eine Menge Leute sind mitgelaufen - aber irgendwann bin ich einfach stehen geblieben“, sagt der 36-Jährige. „Mir wurde klar, dass es Zeit für etwas Neues ist.“ Das Ergebnis ist sein siebtes Album „Neuanfang“.

Zurück zuhause machte Clueso Nägel mit Köpfen: Er trennte er sich von seiner Live-Band, seinem Management und seiner Plattenfirma, zog aus seiner Wohngemeinschaft aus und verließ sogar den „Zughafen“, das von ihm mitgegründete unabhängige Netzwerk für Kulturschaffende in Erfurt.

Was folgte, war „Neuanfang“: ein wütender und verzweifelter, zugleich aber selbstsicherer und lebensbejahender Song, der Cluesos Wunsch nach Veränderung in Worte fasst und damit zur Initialzündung für sein siebtes, gleichnamiges Album wurde. Aufgenommen hat Clueso es gemeinsam mit Songwriter und Schlagzeuger Tim Neuhaus sowie Produzent Tobias Kuhn, der für seine Arbeit mit Thees Uhlmann bekannt ist.

Wie befreit Clueso sich gefühlt haben muss, hört man dem Album förmlich an: Auch wenn die Texte nachdenklich sind, schwingt auf „Neuanfang“ eine gewisse Leichtigkeit mit. Stilistisch ist die Platte breit gefächert. Da sind Synthie-Balladen wie „Neue Luft“, aber auch stadiontaugliche Upbeat-Nummern wie „Achterbahn“.

Clueso singt Duette mit Kat Frankie („Wenn du liebst“) und Sarah Hartmann („Anderssein“), er spielt mit Gospel-Chören und Bläsern, kehrt zwischendurch aber teilweise auch zu seinen HipHop-Wurzeln zurück. Was alle Songs vereint: Sie haben eine Art Indie-Sound, den man von Clueso so noch nicht gehört hat. „Neuanfang“ rumpelt und klingt manchmal sogar ein bisschen schmutzig - aber genau deswegen total charmant.

Clueso auf Tournee:

11.12.2016, Bochum, Zeche

12.12.2016, Karlsruhe, Tollhaus

15.12.2016, Potsdam, Waschhaus

16.12.2016, Erlangen, E-Werk

20.12.2016, Darmstadt, Centralstation

02.02.2017, München, Muffathalle

03.02.2017, Stuttgart, Im Wizemann

05.02.2017, Berlin, Astra

06.02.2017, Hamburg, Große Freiheit 36

08.02.2017, Leipzig, Täubchenthal

09.02.2017, Köln, Gloria

13.02.2017, Erfurt, Stadtgarten

14.02.2017, Erfurt, Stadtgarten

tsch

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