Bosse: Engtanz

Schönheit des Erwachseinseins

Bosse - Engtanz

Der Wahl-Hamburger Sänger und Songschreiber Bosse wird immer größer. Sein neues Album "Engtanz" erklärt sein Erfolgsgeheimnis in elf Songs: ungezwungen, reflektiert, euphorisch.

Die Karriere von Aki Bosse hat für viele einen ganz bestimmten Startpunkt. Eine riesige Fangemeinschaft, die er nun zum "Engtanz" bittet, blickt zurück auf das Jahr 2013. Damals, als Stefan Raab noch Gastgeber des "Bundesvision Songs Contests" war und der heute 35-jährige Sänger an eben diesem mit seinem Lied "So oder so" - dem späteren Siegertitel - teilnahm. Seitdem lassen ihn die Hitparaden regelmäßig steigen, Fernsehshows nehmen ihn auf. Alle wollen ein bisschen Bosse.

Dabei war dieser bereits 2005 mit "Kamikazeherz" gestartet, damals rockig und textlich-thematisch ein typischer Stadtträumer, durchgehend auf der Suche nach Liebe und einem Platz in Berlin. Mit den Jahren (und vier weiteren Alben) entwickelte sich Bosse langsam Richtung Pop, ohne dabei jedoch gewollt poppig zu sein. Sein Rezept: Bloß nicht versuchen, einen Hit zu schreiben. Und das ging auf, immer wieder; auch auf "Kraniche", dem Album von 2013, aus dem eben jener "BuSoCo"-Gewinnertitel stammt.

Der Nachfolger ist nun "Engtanz", eine Songsammlung mit genauso viel süßer Melancholie wie purer Euphorie. Der einstige Bosse-Rock ist immer noch ein Stück weit da und fein arrangiert, E-Gitarren heulen, Streicher sind sehr präsent, auch Bläser. Der Berliner Kneipenchor, und in einem Lied ("Krumme Symphonie") singt sogar Rapper Casper mit. Es gibt tief gehende Melodien, die nie aufgezwungen klingen, sondern schlichtweg passend zu den immer wieder tollen Texten.

Die handeln auf "Engtanz" vor allem vom Ende der Jugend und den Vorteilen des Erwachsenseins. 2008 träumte Bosse noch in seinem kleinen Radiohit "3 Millionen" davon, irgendwo da draußen in der Metropole Geborgenheit zu finden. Heute ist er - als Ehemann und Familienvater mit Haus am Hamburger Stadtrand - doch viel mehr mit den Dingen beschäftigt, die einen mit Mitte 30 eben so beschäftigen. Dazu gehört etwa das Bemerken der Tatsache, dass doch eigentlich alles gut ist, wie es gerade ist. Reife Textzeilen wie "ich werd' dich immer so lieben, als wärst du gestern gegangen" hätte Bosse vor einigen Jahren vielleicht noch nicht schreiben und so ehrlich und einfach echt singen können wie jetzt.

In einer Zeit, in der sich viele gleichaltrige Kollegen weiterhin berufsjugendlich geben, macht Bosse einfach auf Bosse im Hier und Jetzt, bleibt aufrichtig und ungeschönt. Das merken die Leute, und das ist es vielleicht auch, was sie eigentlich von einem Popstar hören wollen.

Bosse auf Tournee:

Engtanz Tour:

29.02.2016, Mannheim, Capitol

03.03.2016, München, Freiheizhalle

07.03.2016, Nürnberg, Hirsch

08.03.2016, Karlsruhe, Substage

10.03.2016, Saarbrücken, Garage

11.03.2016, Mainz, Frankfurter Hof

13.03.2016, Berlin, Astra Kulturhaus

14.03.2016, Dresden, Reithalle Str. E

15.03.2016, Erfurt, Stadtgarten

17.03.2016, Dortmund, FZW

18.03.2016, Bremen , Schlachthof

19.03.2016, Hamburg, Gr. Freiheit 36

20.08.2016, Braunschweig - Raffteichbad, Volksbank BraWo Bühne

24.11.2016, Offenbach, Stadthalle

25.11.2016, Köln, E-Werk

26.11.2016, Münster, Halle Münsterland

29.11.2016, Bremen, Pier 2

01.12.2016, München, Tonhalle

02.12.2016, Stuttgart, Liederhalle Beethovensaal

03.12.2016, Hannover, Swiss Life Hall

06.12.2016, Berlin, Columbia Halle

09.12.2016, Hamburg, Sporthalle

Festivals & Open-Air:

13.05.2016, Pouch bei Bitterfeld, Sputnik Springbreak

22.06.2016, Neuhausen ob Eck, Southside

22.06.2016, Eichenring Scheeßel, Hurricane

23.07.2016, Rostock, Rostock rockt

10.08.2016, Eschwege, Open Flair

11.08.2016, Rothenburg ob der Tauber, Taubertal

12.08.2016, Püttlingen, Rocco del Schlacko

02.09.2016, Berlin, Fritz Deutschpoeten

Bewertung ausgezeichnet
CD-Titel Engtanz
Bandname/Interpret Bosse
Genre Rock
Erhältlich ab 12.02.2016
Label Vertigo Berlin/VEC
Vertrieb Universal Music

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