Volbeat: Seal The Deal & Let's Boogie

Im Beat der Zeit

Volbeat - Seal The Deal & Let's Boogie

In Sack und Tüten: Volbeat sind derzeit eine der gefragtesten Truppen auf dem weiten Feld zwischen Rock'n'Roll und Metal. Mit „Seal The Deal & Let's Boogie“ festigen sie ihre Position, ohne stehenzubleiben.

Es ist fast unmöglich, in diesen Tagen der Werbemaschinerie zu entgehen, die im Vorfeld von „Seal The Deal & Let's Boogie“ angeworfen wurde. Im Netz und auf Plakatwänden, in Elektrofachmärkten und Musikzeitschriften - Volbeat sind präsent wie nie zuvor. Kein Wunder: Ihr letztes Album „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ (2013) bekam Platin, eine Grammy-Nominierung, und den Echo gab's obendrauf. Und in dieser Form soll es natürlich weitergehen.

Teil der Strategie: Einzelne Songs wurden vorab bereits ins hungrige Volk geworfen. Der solide Opener „The Devil's Bleeding Crown“ machte den Anfang, anschließend konnte „For Evigt“ mit unbedingter Eingängigkeit, einem stimmungsvollen Mittelteil sowie dem Gastbeitrag des dänischen Sängers Johan Olsen gleich mehrfach punkten. Schließlich trieb der dampfende Rocker „Seal The Deal“ einen weiteren Pfahl in die Erde. Schon war das Revier markiert. Und bereits vor der Veröffentlichung klar: Das kann kein Rohrkrepierer werden.

Warum auch? Gut, Bassist Anders Kjølholm hat die Band verlassen. Gitarrist Rob Caggiano sprang für die Studioarbeiten ein, mittlerweile ist die Stelle mit Kaspar Boye Larson wieder offiziell besetzt. Dennoch war die Zeit da, sich ausgiebig zurückzuziehen und auf das Songwriting zu konzentrieren. Und der Volbeat-Hybridmotor läuft wie geschmiert. Versehen mit einem Körnchen Schwermut und der unvergleichlichen Stimme von Michael Poulsen.

Begleitet werden die Skandinavier von einer Reihe an Gästen, unter denen sich Danko Jones („Black Rose“) und der Harlem Gospel Choir tummeln. Weiterhin ist man immer darauf bedacht, nicht allzu selbstreferenziell zu wirken. Dazu wird beispielsweise - selbst wenn die Idee in der Rockmusik ein alter Hut ist - eine orientalische Linie eingeflochten („The Gates Of Babylon“) oder mit dem Giorgia-Satellites-Hit „Battleship Chains“ die nächste coole Coverversion in den Ring geworfen. Ganz klar: Volbeat geben weiter Vollgas.

Volbeat auf Tournee:

03.-05.06.2016, Nürnberg, Rock am Ring

03.-05.06.2016, Nürnberg, Rock im Park

07.06.2016, Berlin, Zitadelle

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