Gov't Mule: The Tel-Star Sessions

Alles begann in Florida

Gov't Mule - The Tel-Star Sessions

Wir schreiben das Jahr 1994. Warren Haynes, Allen Woody und Matt Abts vertreiben sich erstmals als Gov't Mule die Zeit. Und so klang das damals.

Eigentlich sollte es nur ein Zeitvertreib für die beiden Allman-Brothers-Mitglieder, Bassist Allen Woody und Gitarrist und Sänger Warren Haynes, sowie den Drummer Matt Abts werden. Doch 22 Jahre später ist die selbst ernannte Jam-Band des Southern Rock, Gov't Mule, immer noch schwer aktiv und erfreut sich einer stabilen, weltweiten Fangemeinde. Mit „The Tel-Star Sessions“ erscheint nun ein Rückblick auf die allerersten Stunden der Gruppe.

Der lockere bluesige Groove, der später zum Quartett transformierten Band, wurde zum Markenzeichen der Südstaatler. Neben durchwegs starken Eigenkompositionen erfreuen Gov't Mule ihre Anhänger regelmäßig auch mit geschmackvollen Erweiterungen ihres Repertoires. Pfiffige Huldigungen in Mule-Manier gibt es beispielsweise von den Doors, Neil Young, Rolling Stones, Led Zeppelin und sogar von Pink Floyd mit dem Cover-Album „The Dark Side Of The Mule“. Soul, Reggae, Jazz: alles schon da gewesen.

Mit dem nun vorliegenden Longplayer „The Tel-Star Sessions“ werden die Anfänge des einstigen Trios beleuchtet. Die bis dato vergessenen Aufnahmen der Truppe wurden aus den Archiven gefischt und ordentlich klanglich entstaubt. Das Ergebnis überzeugt allerdings nicht nur in dieser Hinsicht: Der 2000 leider plötzlich verstorbene Allen Woody brilliert hier auf den ersten Demos der Band, die 1994 in den titelgebenden Studios in Florida entstanden. Live eingespielt, orientiert sich der Sound an legendären Power-Trios wie ZZ Top („Just Got Paid“), Cream und der Jimi Hendrix Experience.

Roh und spontan pflügen sich Gov't Mule durch die 70-er, ohne dabei den damals prägenden Früh-90er-Alternativ-Sound zu verleugnen. Neben dem makellosen Eigenmaterial darf man sich auf den „The Tel-Star Sessions“ zudem an wunderbaren Cover-Versionen von Free („Mr. Big“) und Willie Dixon („The Same Thing“) erfreuen.

tsch

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